Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Malerei von der Mitte des sechzehnten bis zum Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Woermann, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1249499
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1253025
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Sechstes Buch. 
Abtheilun g. 
Zweiter Abfchnitt. 
Stodfiolm, Die Jahreszahl 1631 trägt fein wGefellfchaftsfaalr im Stockholmer Mufeum, die 
Jahreszahl 1632 (nicht 1623) feine Anficht des Petersplatzes zu Rom in der 
in Augsburg, Augsburger Galerie, die Jahreszahl 1635 fein vHof eines Luftfchloffes mit heiterer 
Tcfvjäg" Gefellfchafta im Braunfchweiger Mufeum; die Jahreszahl 1636 tragen fein 
Rottigdam, vMUflkläalK mit Figuren von A. Palamedes im Rotterdamer Mufeum und feine 
nUnterhaltung auf der StFElfSCa (es ift eine reiche, wenngleich etwas Hau 
mhfgäqf" behandelte Renaiffanceflrafse) in der Kopenhagener Galerie; von 1638 ift eins 
in Lille, feiner drei Bilder im Liller Mufeum datirt; von 1640 flammt fein vgrofses 
in Wien, Gartenpalaisa in der kaif. Galerie zu Wien, die noch ein zweites bezeichnetes 
in BriiffeLArchitekturftück feiner Hand befitzt, von 1642 fein vPalafthofr im Brüffeler 
in Haag, Mufeum, von 1643 ifein vFeftfaale in der Sammlung Steengracht des Haag, 
in Berlin, vom Jahre 1647 ein Palafthof im Berliner Mufeum, von 1653 ein Bild beim 
imcgflgeifh Duke of Bedford, von 1654 eins im Dulwich College, von 1670 endlich eins 
Priilfaäneßsli-m beim Marquis of Bute zu London. Diefer Ueberblick mufs genügen. 
Der eigentliche Middelburger Maler des Inneren von gothifchen Kirchen, 
das er ziemlich grau und langweilig, doch nicht ohne Feinheit auffafste, aber 
dCDETiiSäk, war Daniel de Blieck, von dem wir wiffen, dafs er 1647 der Middelbtlrger 
Gilde beitrat, deren Dekan er bis 1665 war, und dafs er am 6. März 1673 in 
Middelburg begraben wurde 1). Kirchenbilder feiner Hand fleht man z. B. im 
Aachener und im Berliner Mufeum (von 1653), im Utrechter Mufeum (wirkungs- 
volles Nachtfiück mit Kerzenlicht, ebenfalls von 1653), im Schweriner Mufeum 
(von 1654), in der Gothaer Sammlung (eins von 1654, zwei von 1656), in 
der Augsburger und in der Kopenhagener Galerie (von 1661). In der letzteren 
befinden fich aufserdem zwei Hallenbilder de Bliecläs von 1658. 
Die 
Maler von Deventer, Zwolle, Kampen, Alkmaar 
anderen Städten des Nordens von Holland. 
und 
vlgäßggijgr Mit dem Namen der Städte Zwolle und Deventer iPc derjenige eines der 
""dZw011e' gefundefien und feinfühligfien holländifchen MeiPter des I7. Jahrhunderts, der 
21:51:33 Name Gerard Terborclfs (Ter BQrcHs) verknüpft. Sein-e Familie Rammte aus 
32:1? f? Zwolle?) Schon fein Vater, Gerard Terborclz d.  ein vermogender, ange- 
1) Olvreeris Archief VI. p. 17.5, 186, 198, 201, 205, 208. 
2) Erft feitdem 1882 in Zwolle die Terborch-Sammlung des Herrn Zebinden, die zugleich eine 
Art Familien-Archiv ift, zum Vorfchein kam, fmd wir über ihr Leben und Schaffen unterrichtet. Die 
Ter Borch Literatur der letzten Jahre ift dementfprechend eine recht bedeutende: A. Vor der Ent- 
deckung der Sammlung Zebinden: W Bade: vDer Entwicklungsgalag des Gerhard Ter 
Borchu im Jahrbuch der preufs. Kunft-Sammlungen II, (1881) S. I44--I57; zum Theile wiederholt 
in feinen nStudienu (1883) S. 176-190. B0de's Auseinanderfetzungen über die Unterfcheidung 
zwifchen den Zeichnungen Ger. Terborch's d. ä., Ger. Terborch's d. j. und Geüna Terborctfs, fowie 
über den Entwicklungsgang des grofsenTerborch,f1nd durch die nachfolgenden Entdeckungen glänzend 
beftätigt worden. B. Nach der Entdeckung der Sammlung Zebinden; Abr. ßredizzs: 
vEine Ter Borch-Sammlungu in der Zeitfchrift f. bild. Kunft 1883 S. 37o_-373 und 406-410.  
Dr. Dvarninck wHet Schildergeflacht Ter Borchu in wde Verzameling van ftukken die betrekking 
hebben tot Overijsfelfch recht en gefchiedenisn. Afd. II, ftuk I3. Zwolle 1883.  Abr, Brediu: in 
Thode's wKunflfreunda, 1885, S. 229-232: nEtwas über die Terborclfsth-Endlich, zufammenfaffend, 
E. 11K Maas: Ger. Terborch en zijne Familie in wOud Hollandu IV. 1886, p. I45_165.
        

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