Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Malerei von der Mitte des sechzehnten bis zum Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Woermann, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1249499
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1251620
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Sechstes Buch. 
Abtheilung. 
Zweiter Abfchnitt. 
5:33  Das ifi alles, was wir von ihm wiffen. Dafs auch er Rembrandts Schüler War, 
A"- zeigen feine Bilder in der unzweideutigfien Weife. Sie lind denen des Eeckhout 
verwandt, doch etwas ungleich an WVerth; die beften gehören zu den vorzüg- 
lichfien Werken aus der Schule Rembrandts und zeichnen fich bald durch einen 
befonders leuchtenden Goldton, bald durch eine eigenartige, einem tiefem Pur- 
purroth dienende, keineswegs reizlofe bläulich fchwarze Schattengebung aus. 
begäääliäten Beglaubigte Werke feiner Art find z. B.: eine kleine aFamilienmahlzeitr von 
Werke 1650 im Stockholmer Mufeum, das Bildnifs eines jungenMannes in rothem 
Stockriiolm, Mantel im Städefschen Infiitut zu Frankfurt a. M. 1), wPetrus im Haufe des 
i" Sfafllffm Corneliusr von 1653 im Braunfchweiger Mufeum (Fig. 598), das neu erworbene 
iaäßvszlilj- klare, frifche lebendige Bild, die Gruppe einer Familie an bedecktem Tifche 
in b, von I656 im Amfierdamer Reichsmufeum, iMerkur und Argus von 1662 in 
Anäfsegäjgi der Sammlung Habich der Cafieler Galerie, vdie fünf Sinnea , fünf Bilder von 
51102233"? 1666 im Mufeum Suermondt zu Aachen, die feine, kleine nDarfiellung im 
in kopeniTempelr. von 1668 in der Kopenhagener Galerie, die wGeburt Johannes des 
_hag_e"' Täufersu angeblich von 1669 im Städeffchen Infiitut zu Frankfurt a. M. 1) 
(ÄLÄZLÄYQ, und das nicht datirte vBrufibild eines jungen Schäfersrr in der Akademie zu 
Bläräriirfn Wien. Nach Mafsgabe diefer Bilder werden ihm neuerdings auch unbezeichnete 
Saäxslirgßnen Werke in der Sammlung Habich der Caffeler Galerie, im Berliner Mufeum, in 
g 'der Darmfiädter Galerie, in der Münchener Pinakothek und in der Dresdener 
Galerie zugefchrieben. 
Dmft- Als ein verwandter, MeiPcer tritt ein gewiffer Droß uns in feinem bezeich- 
Seine Bilder neten, fein bewegten, von leuchtendem Helldunkel erfüllten wNoli me tangerer 
i" klamm der Caffeler Gallerie entgegen. Im Amfierdamer Reichsmufeum wird derfelben 
Amß"dam' Hand neuerdings eine wHerodias mit dem Haupte des Täufersr zugefchrieben. 
Die Quellen berichten über ihn, dafs er Rembrandts Schüler gewefen, fpäter 
aber mit "Karl Loth, einem italifirenden Deutfchen, nach Italien gegangen fei. 
IP: dem fo, fo könnte das ihm fchon in alten Inventaren zugefchriebene, in 
in Dresdrn- der That an Loth erinnernde Bild der Dresdener Galerie, welches Merkur 
darftellt, wie er Argus einfchläfert, wirklich von ihm herrühren. Seine z. B. noch 
Stiggfjjg" von Vosmaer gebilligte Identiücirung mit Jacob van Dorfie kann aber nicht 
3,12833; richtig fein, da {ich vor kurzem 1') herausgefiellt hat, dafs er Corzzelzlr Drqfi hiefs. 
vanlqggfna Von Yacob mm Dozße (Dwßm) dagegen, welcher 1667 in Amfierdam 
fein Tefiament machte4), befitzt die Dresdener Galerie ein voll bezeichnetes, 
allerdings dem B. Fabritius und dem Corn. Droft verwandtes, ganz Rem- 
brandffches Brufibild eines Mannes im Hut. 
Noch ein anderer Meifter unter Rembrandts Einflufs, der mit Droft ver- 
G- Horff- wechfelt worden, ifi G. Horß, von deffen Hand das Berliner Mufeum die grofse, 
voll bezeichnete xEnthaltfamkeit des Scipiou befitzt.  
I) Die. Echtheit der Infchrift mit Unrecht beilritten von Tlz. Lezxin in der Kunft-Chronik 
1887, S. 676, 1388, S. 255.  Wenn Levin da; Bild in der Nähe gefehen hätte, würde er die 
Echtheit Iicher nicht befizreiten.      
2) Die Echtheit der Inschrift allerdings wohl mit Recht beßritten von k. Levin in der Kunß- 
Chronik '1887, S. 676. " 
3) Gütige briefliche Mittheilung des Herrn Hör. Brzdiux.   i" 
4) Gütige briefliche Mittheilung des Herrn Abr. Brediu: in Amüerdam. 
        

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