Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Malerei von der Mitte des sechzehnten bis zum Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Woermann, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1249499
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1251200
678 
Sechstes Buch. 
Abtheilung. 
Zweiter Abfchnitt. 
zu Caffel, im Mufeum zu Oldenburg und die Abendbilder in der National 
Gallery zu London und in der Pefter Galerie.  Etwas häufiger lind, von den 
Winterbildern die auch niemals Nachtftücke zu fein pHegen noch abgefehen, 
Taiijf,'fder_ die Tageslandfchaften Aert van der Neers; gerade diefe find wegen der feltenen 
Kraft ihrer Localfarben, des Feuers ihres Gefammttons und der Wucht und 
Breite ihrer malerifchen Auffaffung und Technik befonders gefucht und gefchätzt. 
Genannt feien die fchöne Landfchaft mit dem herbftlich-braunen Eichwald am 
Fluffe in der Sammlung van der .H0op des Amflerdamer Reichsmufeums, das 
köftliche kleine Dorfbild der Dresdener Galerie, das feine Bild, welches einen 
Weg und Häufer unter Bäumen darftcllt, in der Pefter Galerie, die Maasland- 
fchaft mit der Windmühle und eine zweite Flufslandfchaft in der Ermitage zu 
St. Petersburg, der vDOYfWCga im Louvre zu Paris und das Canalbild in der 
winstfziqjntt Londoner National Gallery.  Recht häufig endlich lind die Winterbilder des 
fchamm- Meifters, welche in derRegel ein reiches buntes Leben auf dem von kahlen 
Bäumen überragten Eife in hellem Mittags- oder in röthlichem Abendlichte 
zeigen. Des Meifters Hauptbilder diefer Art {ieht man im Amfierdamer Reichs- 
mufeum, einfchliefslich der Sammlung van der Hoop, im Brüffeler Mufeum, in 
der National Gallery zu London, in der Ermitage zu St. Petersburg, im Berliner 
und im Braunfchweiger Mufeum, im Schloffe zu Afchaffenburg, bei Fräulein 
Bredius in Amflerdam, bei Alphonse Rothfchild in Paris, bei Lord Lindfay 
(früher Overftone) in London und beim Marquis of Lansdowne zu Boowood. 
Nachdem wir uns fomit über das Amfterdamer Kunftleben im erften Drittel 
des Jahrhunderts und zum Theil fchon über dasfelbe hinaus unterrichtet haben, 
wenden wir uns nunmehr dem gewaltigen Meifler zu, welcher während des 
ganzen zweiten Drittels des Jahrhunderts das Kunfileben der Amflelftadt be- 
IIÖIZTÄQZZ? herrfchte. Wir haben in Renzbwzndt Hawr-zensz 11m2 Rzjn 1) den grofsten hol- 
van Rijn.  
I) Alte Quellenliteratur: yzm Yansz Orlerx: Befchrijving van Leiden. 2. AuH. 1641 
(Iugendgefchichte Rembrandts).  A. v. Hzmäraken a. a. O. ed. 1753, I., p. 254-268.  Neuere 
Urkundenforfchung: theils in den unter vLiteraturu anzuführenden Werken, theils in folgenden 
Aufßitzen: OäreenÄr Archief I. (1877-78), Rembrandt van Rijn; IV. (1881-1882), p. 31 1 (P, Selzeltemn) 
Het {terfhuis van Rembrandt.  N. de Roever in Oud Holland, I. (1883), p. 1-15: Een Huwelijk 
van Rembrandt.  N. de Roever (nach A. D. de Vrief nachgelaffenen Notizen) in Oud Holland II. 
(1884), p. 82-105: Rembrandt. Bijdragen tot de gefchiedenis van zijn laatite levensjaren.  N. de 
Roever in Oud Holland II. p. 106 : Rembrandts ftervhuis.  Abr. Bredius m N. de [foevzcr in Oud 
Holland III. (1885), p. 85-107: Rembrandt. Nieuwe Bijdragen tot zijne levensgefchiedenis.  
Neuere Literatur: a) mit befonderer Beriickfichtigung feiner Gemälde: Yohn Smitlz: A catalogue 
raifonne. Band VII. London 1836.  y. [mmerzeel jr.: Lofrede op Rembrandt. Amfterdam 1841. 
 P. Seleellema; Rembrandt. Amfterdam 1853; dasfelbe franz. von W. Bürger, Paris 1856; engl. 
von Yos. Cundale, Londonl 867.  C. Vaxmzzer: Rembrandt. Ses präcurfeurs et [es annees d'appren- 
tiffage. La Haye 1863.  C. Wunder: Rembrandt Harmens van Rijn, fa vie et (es oeuvres. Ln 
Haye 1868.  Die beiden vorigen Werke verfchmolzen in der 2. Auii. des letzteren: C. Vasmaer: 
Rembrandt etc. 2. Ed. La Haye 1877.  W. Bude: Rembrandfs früheite Thätigkeit. Wien, Ge- 
fellfchaft für vervielfaltigende Kunft. 1881.  W. Bade: Rembrandfs künftlerifcher Entwicklungsgang 
in feinen Gemälden in nStudien zur Gefchichte der holl. Malereia, Braunfchweig 1883, S. 3 57-606 
(befonders wichtig).  Alfr, mm Wurzbaelz: Rembrandt-Galerie mit Textband. Stuttgart 1886.  
Emil Mirlzel: Rembrandt (in les Artiftes Celebres), Paris, 1886.  b) mit befonderer Berück- 
{ichtigung feiner Radirungen: Ad. Bartfclz: Catalogne raifonne de toutes les eftampes qui forment 
Poeuvre de Rembrandt. Wien 1797.  D. Dauläy: A defcriptive catalogue of the works of Rem- 
brandt etc. Liverpool und London 1796.  De Claussin: Catalogue raifonne de toutes les eitampes
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.