Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Malerei von der Mitte des sechzehnten bis zum Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Woermann, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1249499
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1250915
Die 
holländifche 
des 
Malerei 
Jahrhunderts. 
Haarlemer 
Die 
Schule. 
649 
fpäter kennen lernen werden. Er foll 1639 in Haarlem geboren, nach Be- 
endigung feiner Lehrzeit bei Berchem nach Italien gegangen, hier 1667 mit 
seinem Bruder zufammengetroffen und 1670 in Rom geftorben fein, Seine 
Bilderpaare in der Kopenhagener Galerie und im Schweriner Mufeum, beide 
von 1670 bezeichnet, erinnern an die Bilder W. Romeyds. 
Bedeutend jünger war Yrzlz van der Jllleer (Zejbnglze, der 1656 zu Haarlem ge- dJ-anlvfan 
borene und 1705 dafelbft geitorbene Sohn des Landfchafters Jan van der Meer d. ä. dßeißnäiä. 
von Haarlem (siehe oben S. 641). Seine Bilder wirken fchon kalt, glatt 
und manierirt. Selten lind {ie nicht. In Deutfchland kann man iie in den 
Sammlungen zu Berlin, Dresden, Schwerin, Hamburg und bei Herrn Vieweg 
in Braunfchweig kennen lernen, im Norden in Stockholm, Kopenhagen und 
St. Petersburg, in Holland in Amfterdam und Rotterdam, in Frankreich z. B. 
in Rouen, in Italien in der Sammlung Poldi-Pezzoli zu Mailand.  
Ein viel feltenerer Meifter, von deffen Herkunft und Leben man gar nichts J- F- Sool- 
      maker. 
weil's, den man aber wegen des Lharakters feiner z. B. in den Sammlungen zu 
Brüffel, Valenciennes, Pefl, Mannheim, des Haag und in der Galerie Liechten- 
ilein zu Wien erhaltenen Gemälde als Schüler Berchenfs anfleht, ift F". F. 
bbnlvzalewc  
Enger an A. zum deäVelde, den Amfterdamer Meifter, deffen Schüler er auch läjggi" 
war, als an Berchem, fchlofs Dirk van Bergen fich an, ein weicher, tief, aber 
auch oft fchon recht trüb geftimmter Maler von Hirtenidyllen, von dem wir 
nur wiffen, dafs er zwifchen 1661 und 1690 in Haarlem wohnte. Vertreten 
ift er mit bezeichneten Bildern in den öffentlichen Sammlungen zu Amlter- 
dam, Rotterdam, Antwerpen, Paris, Lille, in der kaiferlichen Galerie und in der 
Galerie Harrach zu Wien, in Braunfchweig, Caffel, Frankfurt a. M., Hamburg, 
am beften aber in Dresden und in Schwerin. 
Berchem parallel, vielleicht in einiger Abhängigkeit von ihm, entwickelte  
{ich [fevzdrzk Mommers, welcher, angeblich 1623 zu Haarlem geboren, flcher 
hier 1647 der Gilde beitrat, deren Decan er 1654 war. Geftorben fein foll 
er erP: 1697. Auch er malte hauptfächlich Hirtenidyllen. Doch legte er im 
Gegenfatze zu den zuletzt befprochenen Künftlern ein gröfseres Gewicht auf 
ihre reichere fittenbildliche Ausftattung, als auf die bedeutfame Durchbildung 
ihres landfchaftlichen Hintergrundes, und wirkt oft kalt und bunt. In den 
grofsen Hauptgalerien lind feine Bilder, wenn fie auch in denjenigen zu Berlin, 
München, Brüffel und Rotterdam nicht fehlen, fehr felten; um fo häuüger in den 
kleineren Sammlungen, in denen fie manchmal unter falfchem Namen gehen, 
wie der Verfaffer z B. im Mufeum zu Havre ein charakteriftifches, echt bezeich- 
netes Bild des Meifters unter dem Namen vMufcherq fand l). 
Schüler des Mommers war der auch als Radirer bekannte Dirk Maas, Haalgligmcr 
geb. zu Haarlem 1656, gelt. dafelbit 1717, ein Meilter, der übrigens, wie feine glgjidmßälsef- 
Bilder, z. B. die F eldlagerfcenen im Mufeum zu Rotterdam, in der Ermitage 
zu St. Petersburg und in der Augsburger Galerie, fowie fein vPferdemarkta in 
der Pefter Galerie, in gewiffem Sinne felbft feine ßScene vor der Schenkeq in 
I) Aör. Bredüz: theilt dem Verfaffer mit, 
manchmal unter Cuyps Namen, vorkommen. 
rein 
dafs auch 
holländifche 
Meifters, 
des 
Gegenftände
        

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