Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Malerei von der Mitte des sechzehnten bis zum Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Woermann, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1243599
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1244607
niederländ 
ifche 
lerei 
der zweiten 
Hälfte 
des 
lahrhunderts. 
67 
Liechtenflein, wenigftens das letztere auch (icher nicht von der Hand des 
älteren herrührt. Hierher gehört die hübfch abgerundete, aus zahlreichen äjäaäzesäg; 
Figuren vor fchöner Waldlandfchaft beflehende Darftellung der Predigt Johannis Täufers. 
des Täufers, von denen die beiden datirten Exemplare, nämlich dasjenige der 
Münchner Pinakothek von 1598 und dasjenige der Galerie Liechtenftein von 
1620 ebenfalls fchon diefer Daten wegen {icher von der Hand des jüngeren 
Peter Brueghel herrühren, während auch die Exemplare der Dresdner und der 
Schleifsheimer Galerie keineswegs die Hand des älteren zeigen; hierher gehört läeermgäiälllg- 
auch das Bild des in eine nordifche Winterlandfchaft verletzten Bethlehemitifchen Kindermord. 
Kindermordes, von denen das Exemplar der kaiferl. Galerie zu Wien, wie der 
Verfaffer notirt hat, an etwas verfleckter Stelle ebenfalls eine Jahreszahll) trägt, 
welche die Urheberfchaft des älteren Peter Brueghel ausfchliefst, während die 
Exemplare in der Brüffeler Galerie und in Hampton Court ebensowenig den 
Stempel gröfserer Originalität tragen; hierher gehört endlich auch die oft be- 1121122611?- 
fprochene und abgebildete Schlägerei zwifchen den beim Kartenfpiel entzweiten 
Bauern in der Dresdner Galerie 2), die kaum frifch und kräftig genug ausgeführt 
erfcheint, um für ein Original des alten Brueghel zu gelten, während die 
Wiederholung in der kaiferl. Galerie zu Wien, hier Lucas van Valckenborch 
Zugefchrieben, ficher eine andere Hand zeigt. 
Obgleich wir fomit fchon eine Reilie von Werken P. Brzzeglzels d.  ägrläglläeitzl 
keimen gelernt haben, müffen wir nunmehr doch noch etwas näher auf ihn g  
I) MDC    
2) Noch von v. d. Branden (a. a. 0., p. 263) und Max Razzfe: (a. a. 0., p. 119) für ein 
Hauptwerk P. BruegheYs d.  erklärt; von den competentesten deutfchen Forfchern aber für ein Werk 
des jüngeren gehalten, dem jedoch vielleicht eine Compoütion des älteren zu Grunde liegt.
        

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