Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Malerei von der Mitte des sechzehnten bis zum Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Woermann, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1243599
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1248992
506 
Buch. 
Sechstes 
II. Abtheilung. 
Erfier Abfchnitt. 
Dsfrläeeqfxfrf_ Als Darfiellungen feltenerer Gegeniiände feien noch hervorgehoben: die 
sßä 31:21" beiden Gemälde feierlicher Einzüge der Erzherzogin lfabella und die xAus- 
in Caffei. {iellung Chrifiix in der Caffeler Galerie, idie Reiherjagd des Erzherzogs 
im Louvre, Leopold Wilhelmc im Louvre, die vMarter der Reichen im Fegefeuerrr und 
hilf) 2:213: ßNeptun und Amphitritea im Berliner Mufeum, ßßder alte Zahnarzt (i der Dresdener 
in Madrid- Galerie, die zwölf Bilder aus Taffds xBefreitem jerufalema im Madrider Mufeum, 
imcljälzfh die wlämifchen Sprichwörtere im Belvoir Cafile, idie fünf Sinner im Brüffeler 
 Mufeum, die I5 Darliellungen aus dem "Marienleben in der Schleifsheimer 
in Mlitrgfhe" Galerie, die Affen- und Katzenfcenen im Madrider Mufeum, in der Münchener 
Pinakothek und anderwärts. Gute Exemplare der ßVerfuchung des heiligen 
Antoniuse befltzen, aufser dem Berliner Mufeum, noch die Dresdener Galerie 
(Fig. 547), das Madrider Mufeum, der Louvre zu Paris, das Brüffeler Mufeum; der 
vAlchymiPm wiederholt fich z. B. im Berliner Mufeum, in der Dresdener Galerie 
und im Madrider Mufeum. Von den Darfiellungen des Meifiers felbPc und 
anderer Perfonen in der von ihm verwalteten Gemäldegalerie des Erzherzogs 
Leopold zu Brüffel  beiitzt die Münchener Pinakothek nicht weniger als drei 
in Wien. Exemplare, ein Hauptexemplar noch die Kaiferliche Galerie zu Wien. 
Tegäwsidn. Eigentliche Landfchaften David Teniers des Jüngeren kommen faft in allen 
Lqndäliafts- Galerien vor, die überhaupt Bilder feiner Hand befitzen. Doch genügt fchon 
Smaler, die Dresdener Galerie, ihn auf diefem Gebiete als einen durch den freien Stil 
des Rubens beeinilufsten Meilier kennen zu lernen, dem es freilich feltener um 
eine Vertiefung und Verinnerlichung der landfchaftlichen Motive oder um die 
Wiedergabe befonderer atmofphärifcher Eindrücke, als um die fchlichte Dar- 
fiellung feiner heimifchen Natur in feiner Lichtwirkung und zarter Behandlung 
zu thun ift. Seine charakterifiifchfien Landfchaften in der Dresdener Galerie, 
wie einerfeits das Mondfcheinbild mit dem Landfee, andererfeits die wlämifche 
Bleichea, wurden hier neuerdings mit Unrecht dem Vater Teniers zugefchrieben. 
Befonders fchöne Landfchaften des Meiiiers befitzt auch die Galerie Liechten- 
als Radi 
AbxnTcniers. 
Pcein in Wien. 
Uebrigens machte David Teniers II. fich auch als Radirer bekannt. In 
feinen Blättern, die. reine Aetzdrucke lind, wiederholen fich die Motive feiner 
Gemälde?)  
Von den übrigen Mitgliedern der Familie Teniers verdient nur noch 
Abraham Teniers, der jüngere Bruder und Antwerpener Schüler des grofsen 
David, uns einen Augenblick in Anfpruch zu nehmen. Vier Bilder feiner 
Hand, von denen eine vKirmefse, die zugleich von 1662 datirt ift, und eine 
vSchlägereir feine Namenszeichnung tragen, befltzt die Mannheimer Galerie. 
Zwei bezeichnete Bilder des Meifters, wAffen als Schülera und wAffen als 
Schneiders, bennden fich in der Galerie Harrach zu Wien; ein bezeichnetes 
Bild feiner Hand, welches das Innere einer Bauernhütte und Mann und Frau 
am Herde zeigt, fleht man in der Dresdener Galerieß) Er folgt in diefen 
dem 
Kaifer Leopold 
bildet 
I) Die Sammlung kam 1657 nach Wien, wurde 1663 dem Kaifer Leopold vermacht un 
den Grundßock der Kaiferlichen Galerie dafelbft. 
2) Vgl. Amirefensi-Iandbuch, Leipzig 1873, 11., S. 590-591. 
3) Bode hatte fchon 1873 (v. Zahifs Jahrbücher VI, S. 193) die Bezeichnung richtig A. 
gelefen.  
vermacht 
Teniers
        

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