Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Malerei von der Mitte des sechzehnten bis zum Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Woermann, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1243599
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1248235
430 
Sechstes 
Buch. 
Abtheilung. 
Abfchnitt. 
Erfler 
Der 
ßSchlofs- 
parku 
(Wien). 
Mufeums'). Jedenfalls ift wder Liebesgartem eine der fchwungvollften und 
liebreizendften Schöpfungen des Meifiers, die bahnbrechend genannt werden 
mufs, weil lxVatteau und andere franzölifche Maler des 18. Jahrhunderts, offen- 
bar an fie anknüpfencl, aus ihr eine ganze Gattung von Gemälden abgeleitet 
haben, die ähnliche Liebesunterhalttingen im Freien darftellen.  Aller mytho- 
logifchen Zuthat entkleidet, mehr landfchaftlich noch als fittenbildlich, kehrt 
das Motiv der Paare, die {ich im Freien ergötzen, in Rubens wder Schlofs- 
parkt genanntem Bilde in der kaiferlichen Galerie zu Wien wieder (Fig. 528). 
Ganz in die mythologifche Sphäre zurückverfetzt erfcheint das Motiv des 
wLiebesgartensa dagegen in dem fchönen, üppigen, wohl erft nach 1630 
Rubens: Der Früchtekranz. 
(Nach Gazette des Beaux- 
München , 
-Arts.) 
Pinakothek. 
entllandenen Gemälde der Wiener Sammlung, Welches unter dem Namen 
115552331 ßdas VenusfePm berühmt ifi. Hier wird eine Venusflatue von kleinen Liebes- 
göttern umHattert und im Ringelreigen umtanzt, von Frauengeßalten opfernd 
verehrt; und Satyrn und Nymphen ergehen {ich daneben in taumelnder 
 Lull. Eriiaunlich iPc die Schönheit und der Reichthum der Compofition diefes 
Bildes, noch erPcaunlicher die Fülle von Farben, die duftig und harmonifch dar- 
Äilebisuzlläläri; über ausgegoffen ifl.  Eigentliche Sittenbilder des Meifiers find immerhin fehr 
kgäiiäsumi-nl felten; doch felen wdas Tourmera und die von toller, derber Ausgelaflenhelt 
Louvre. überfprudelnde vBauernkirmefse, beide im Louvre zu Paris, und der vBauern- 
wVenus- 
(Wien). 
I) NVie noch lVaagezz (in v, Zaluf: Jahrbiichern I, 1868„  95) annahm. Waagen identificirte 
das Exemplar des hladrider Mufeums aber auch mit dem früher beim Duque del Infantado befindlichen, 
welches nach Smilk: Catalogue II, p. 167 vielmehr mit dem Stiche von PEmperCnr übereinflimmte, 
Ob diefes etwa das Bild des Duqne de Pafiraxia ifi, bedarf noch der Unterfuchung.
        

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