Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Malerei von der Mitte des sechzehnten bis zum Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Woermann, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1243599
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1246941
DRITTER 
ABSCHNITT. 
Die 
französische 
Malerei 
des 
Jahrhunderts. 
 rankreich entwickelte {ich im Laufe des fiebzehnten Jahrhunderts zu Fyäläxfiihs 
 dem leitenden Lande Europas auf den Gebieten der Staatskunft, der fvhafßi" 
   4' .f Euro a. 
' Sitten und der Literatur. Die Grundlage diefes Erfolges bildete die p 
grofsartige nationale Einheit, Welche das allmälig unumfchränkt werdende fran- 
zöfifche Königthum durch feine Feldherren und Minifter gegen äufsere und innere 
Gegner erfocht. Was der grofse Richelieu (T 1642) unter Ludwig XIII. (T 1643) 
in diefer Richtung begonnen hatte, fetzten Mazarin (1- 1661) und Fouquet 
(abgefetzt und verhaftet 1661) während der Minderjährigkeit Ludwigs XIV. 
fort und brachte diefer felbft als der vgrofse Könige, der feinen Namen dem 
ganzen von den Franzofen vle grand sieclea genannten Jahrhundert hinterliefs, 
unter der Beihülfe tüchtiger Minilter, wie Colbert und Louvois, und bedeutender 
Generäle, wie Conde und Turenne, glänzend und {iegreich zur Vollendung. 
Als Ludwig XIV. im Jahre 1715 Prarb, war Frankreichs Vorherrfchaft auf allen 
Gebieten der Cultur, fogar auf demjenigen der bildenden Küilfte, eine unbe- 
Pcrittene Thatfache. 
Diefe franzöfifche Cultur des fiebzehnten Jahrhunderts war freilich, den nlgciljefägfti; 
felbfiherrlichen Launen der franzöfifchen Könige oder ihrer Rathgeber ent- defegeäfäljf" 
fprechend, weit mehr die Cultur des Hofes und der Hofgefellfchaft, als diejenige hunderts- 
I) Literatur: Le Comte de Lalwrde: La renaissance des arts h 1a cour de France. T. I, Paris 
1850; T. II, Paris 1855 (kommt für diefen Abfchnitt nur wenig mehr in Betracht).  (A. Fc1'1'ö1'v1z).' 
Entretienssur les vies et sur ies oenvres des plus exceilens peintres etc.; Paris 1666 ff. Sec. edition 
(nach welcher wir citiren): T. I, Paris 1685, T. II, Paris 1688.  Dr Pifex: Abräge de In vie des 
PeintreS. PariS 1715.  (D'Avgenwz'lle)z Abrege de 1a vie des plus fameux peintres etc, Paris 1745; 
2 Bände; Suppläment 1752.  (Lelßicii): Vies des premiers-peintres du roi; Paris 1752; 2 Bände.  
P, f, Marielte: Abecedario et autres notes inödites de cet amateur etc. Ouvrage publie par M. M. 
P11. de Cllenneviäre: et A. de Manmiglowz in den Archives de Part Frzmgais T. T. 2, 4, 6, 8, 10, I2. 
Paris 1851-1860.  Die übigen 6 Bände diefer Archives (1, 3, 5, 7, 9, 11), Paris 1851-1860, 
enthalten vDocuments inedits relatifs 21 l'histoire des arts en Francea.  A. de zilontaiglon: Memoires 
pour servir ä l'histoire de Yacademie royale, Paris 1853, 2 Bände.  Dun-izux, Souliß; Cbmlleviäresi, 
Zllaniz et Mnnlazglon: Memoires inedits sur la vie et les ouvrages des membres de FACademie royale 
de peinture et de scnlpture. Paris 1854, 2 Bände.  L. Dzmsieux: Les artistes frangais ä Yetranger. 
Paris 1856 (die Einleitung für die ganze Gefch. der franz. Malerei beachtenswerth),  Charles Blanc: 
Ecole Frangaise in der Histoire des Peintres de toutes les ecoles. (Die Meifier des I7. Jahrhunderts, von 
C11. Blanc felbfl: behandelt, im I. Bd. (Paris 1862) der 3 Pcarken Bände, welche der franzöfifchen 
Schule in diefem WVerke gewidmet iind.  George: Berger: L'ecole Frangaise de peinture. Paris 
1879.  Auffätze bis auf die Gegenwart in den Zeitfchriften Gazette des Beaux Arts und L'Art.
        

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