Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Malerei von der Mitte des sechzehnten bis zum Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Woermann, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1243599
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1244866
niederländifchc Malerei 
Die 
zweiten 
Hälfte des 
yxhrhundcrts. 
Sammlung der Kupferiiiche und Handzeichnungen, die ihrer eine ganze Reihe 
befitzt, zehn in guter Erhaltung, alle auf Holz gemalt, viele datirt und bezeichnet, 
befonders hübfch das ßFifcherPcecherm auf dem Haager Weiher von 1586, 
eine mythologifche Eberjagd in reichem W aldgebirge von demfelben Jahre, eine 
Ideallandfchaft von 1587, deren Staffage der alten Gefchichte entlehnt ift, und 
Einige Schlofsbilder, wie fie auch anderwärts von ihm vorkommen, mit vor- 
nöhmer Gefellfchaft im Vordergrunde und feiner Landfchaft im Hintergründe. 
In Berlin befitzt übrigens auch die Galerie ein Bild feiner Hand, welches ein 
Eegeiäeil Dgfleläßn darftellt; feine Handzeichnungen von ihm befinden {ich 
  er re      
Radirer ausgezeischläil; iäiäimlung, und endlich iil zu erwahnen, dafs er fich als 
von gääüjäinäagüfläätglegl vgilulägitnenaäfirgliten kirchlicher. und anderer Gebäude, Diermelgigärcxi 
        
die Meifter, welche diefe Gattungen ausbildeten beffir erft f äte d S 't 
der Weitem Entwickelung derfelben kennen lernen Nur elin Ärchlilt fitr Pilze Die 
iß fo ganz ein Kind des fechzehnten Jahrhunderts idafs er fchon hieic Lizirinii Arähailtsrgiir- 
3:53:33  Diefei hiefs Hans Ivrcdeuzan de Vzkies l), war 1527 V05 hoch Hanzlvede- 
er] gfn In e    man e ries. 
auf die Ausführung von (läifilggiäldcffaliforijeln  rfelälhtjm irilcheiiieklfdiiilfalilptileilghhch sein Leben. 
gründe, PCffpfrCtivifchen Scherzen und dergleichen verlegt hatte ufideiliaineniäi: Sei" 3m. 
beiten, auch wenn fie nicht auf die Wand felbit gemalt wurden den ihm zur 
Ausfchmückung überwiefenen Räumlichkeiten anzupaffen hatte, fein Lebenlan  
ein Wanderleben, das ihn nicht nur wiederholt nach den verfchiedenflen niedeg 
ländifchen, fondern auch nach ober- und niederdeutfchen Städten brachte. Bald 
finden wir ihn in Amfterdam, bald in Mecheln, bald in Antwerpen, bald in 
Brüffel, bald in Lüttich; und dann wieder in Braunfchweig, in Prag, in Danzig 
und in Hamburg. In diefer letzteren Stadt hielt er fich mit Vorlizbe auf und 
 {Cheilg Crff nach 1604  auch geflorben zu fein. Erhalten aber hat SciucldGe- 
von a en   r     um q 
Illuitrationen ardhlifdlcfdifilflcxligi iiiiiglefziiiltiielräollliltelrlkeien hzgihtdgdldcfdlrrafiklelofiiriilalcii- m Danzig. 
die durch K. v. Mander be laubi 1-, ifi  1' h a7 n  V Ä "m, 
im reich und gefchrnackvollg 21H , nam 1c ie a egorifchen Wandgemalde 
haufes. Die anegorifchen seitig: aätstzn rSimnljerritläsfiizälfdesdDanläiger Rat? 
folche keineswegs anziehend find ibilden äc 1 red atäfaiirend e? äguren las 
luftige Renaiffancehallen-Architectur des liicihtZilrfulfäCS Odiivrzizlh wtelcheemäi: i: 
weite, graugrüne Landfchaften hinausblickt Allgs ift leicht und luftig mit fehr 
WOhl verftandener Perfpective und iin einem Tone gemalt der deutlich das 
BePcreben des Meiiters zeigt, llCh dienend der Gefammtdecoration des Raumes,  
befonders den prächtig-rothen gewebten Wandbehängen unter den Bildern, an- 
zufchmiegen.  
Mander
        

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