Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Malerei der Renaissance
Person:
Woltmann, Alfred Woermann, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1235000
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1243404
Die 
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Danae, wie fchon bemerkt, ihm Zugefchrieben werden mufs; dann folgte die 
Dekoration zah1reicher anderer Raume. Bei der Ausführung feiner Fresken 
fcheint er f1ch in der Regel feiner Schüler bedient,Zu haben, felbf7c fchon in 
der Galerie Heinrichs II., die als fein Hauptwerk angesehen wird. Der grofseDEsHJ1IsTiE 
Raum diente als K0ncerts und Ba11faa1 und wurde ganz mit heiteren DarPcels HEXE Hs 
lungen aus der antiken Welt gefchmÜckt CFig. 426J. Da fehen wir den Parnafs 
und den Olymp; da begrüfsen wir Bacchus und fein Gefolge, da wohnen wir der 
üppigen Hochzeit des Pe1eus und der Thetis an, da blicken wir in die Schmiede 
Vulkans und in den leuchtenden Palast des Sonnengottes. Die Fresken find Ihr Stils 
durch Alaux rePcaurirt worden und mögen manches von ihrem urfprüng1ichen 
Charakter eingebüfst haben; aber der kraffe Manierismus, der aus Primaticcio7s 
Streben nach koketter Eleganz hervorging, die abfcheu1iche Farbenmanier, in 
CPrimaticc0 II 
de11 Abate 
Nicco10 
0e1ge1nälc1e. 
Diana, 
11taineb1eau. 
nackten Gruppen jeder Gestalt einen anderen willkürlichen Fleischton zu geben, 
der bald ins gelbe, bald ins rothe, bald ins weisse, bald gar ins violette spielt, 
die nicht minder unangenehme Angewohnheit der uberschlanken Formens 
gebung mit den entsetzlich langen Schenkeln und gesuchten VerkijrZungen, 
sind viel zu charakteriPcisch sur den Manierismus, wie er in der zweiten Hälfte 
des Jahrhunderts allgemein wurde, als dass wir die Art Primaticcio7s, der einer 
der Väter dieses Manierismus war, nicht noch deutlich in diesen Bildern ers 
kennen sollten. Ferner erkennt man Primaticcio7s Erfindung in den Fresken DiekFkss. 
der Porte doree, welche ebenfalls mythol0gische scenen darIte1len und in der as; 1:IYkk2 
Liebesgeschichte des Mars und der Venus im Salon des Tapisseries; und auch i2x1:sT1i0s 
die Entwürse zu den Gemälden aus dem Leben Alexanders des Grossen im :2pissTskiss, 
ehemaligen oAlexanderzimmerci, welches durch einen späteren Umbau Zum 
Treppenhaus des vEscalier du roicc geworden ist, sowie zu der langen Reihe smdFsF;1ier 
von Darstellungen aus der 0dyssee in der I758 abgetragenen UlyssessGalerie,  at 
welche selbst in den Stichen van Tl1uldens noch den Eindruck lebendiger 
        

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