Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Malerei der Renaissance
Person:
Woltmann, Alfred Woermann, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1235000
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1243342
Die B1üthe2eit 
783 
Auch DMimim zJz2Z JZixxio, genannt BmJzzJorxi,1J war freilich fchon 1494 1ikus22r0.si 
geboren; aber er lebte bis I557 und gehört mit allen feinen Werken der 
grofsen ersten Hälfte des l6. Jahrhunderts an. Als fein Lehrer wird Giov. Fr, 
Caroto genannt. schlanke, wohlgeformte Gestalten und ausdrucksv01le Köpfe sein skii. 
find ihm eigen; und fein Kolorit zeigt den hellen Schmelz, welcher die Veros 
nefen charakterisirt. Nicht von feiner besten Seite erscheint er in feinen Altars 
bildern, welche hie und da in Verona vorkommen, und von feiner allerbesten 
Seite lernt man ihn auch nicht in feinen Fresken in S. Maria in 0rgano, S. seine 
Stefano u. s. w. in Ver0na kennen. Vielmehr sagten die weltlichen Darstelluns Bilder. 
gen ihm am besten zu. Bertihnit waren feine graziöfen und phantafievollen 
Dekorationsgemälde an der Aufsenfaffade des Hauses Murari am Ponte nuovo 
Zu Verona; doch find diese bis auf wenige Reste untergegangen. Berulimt 
ist ferner feine Darstellung des grossen Umritts Papst Clemens VII. und Kaiser 
Karls V. zu Bologna, welche er im Pal. Ridolsi Zu Verona gemalt hat; und 
diese vGran Cavalcatac: ist immer noch so gut erhalten, dass man die würdige C1Zj,eals;Jts;Ys 
Vorfchule PcmZz; Pxs7wzz2JzsIc in ihrer geistvollen Anordnung und ihrer hellen,  
heitern, wirkfamen Färbung erkennen kann. Später mag Pa0lo Ver0nefe fos 
gar auf den Meister zuriickgewirkt haben, wie fein Sohn Felice, welcher der 
zweiten Hälfte des Jahrhunderts angehört, entfchieden unter deffen Einfluss steht. 
Neben Brufaf0rci ist hier dann aber noch der viel jüngere  ZIzzzZiZxs AlY;3;1li;s 
zu nennen, deffen oben CS. 326J im Voriibergehen erwähnter Urahn der Stamms   
vater einer hundert Jahre lang blühenden Malerfamilie geworden war. Die FZi:1s1i;leje 
meisten diefer JZmJiZ2i waren jedoch recht unterge0rdnete Künstler. 2J Erst Ans   
tonio Badile, der von 1517sI560 lebte, schwang fich zu einem gewissen Aus 
fehen empor. Von feiner Hand bewahrt die Kirche S. S. NaZaro e Celfo Zu seine 
Verona ein I 544, die Pinakothek zu Verona u. a. ein I546 geina1tes Altarblatt. Bilder. 
Dies Turiner Galerie besitzt feine intereffante vDarstellung im Tempels: CNr. I40J, 
welche uns die Mittelstellung des Meisters zwifchen den älteren Veronefen und 
Pa0lo Ver0nefe am deutlichsten veranfchaulicht. Die lcunfthistorifche Bedei1sBZeine 
tung Antoni07s liegt nämlich hauptsächlich darin, dafs er der Lehrer des e Zwangs 
grossen, weltberühmten Paolo Veronefe war, deffen Befprechung wir, da er, 
1528 geboren, erst um die Mitte des Jahrhunderts in die Kunstgeschichte tritt, 
bis auf fpäter verschieben müffen. 
Somit hätten wir an diefer Stelle nur noch einen Blick auf die Entwicks Pss.FV181ssssE 
lung der Malerei Cremona7s in der klaffifchen Zeit zu werfen. Creii1onamuemoM 
gehörte zwar so wenig wie L0di, Zum venezianifchen Gebiete; aber fein Kunsts 
Charakter ist im ersten Drittel des I6. Jahrhunderts im wefentliclien venezias 
nifch. Die Uebergangsmeisler, welche vor allen Dingen an der Vollendung 
der Dommalerei theilnehmen, find fchon oben IS. 345I erwähnt worden; auch 
ist dort fchon gefagt worden, dafs .s4ZZrJZ2c2JZo JlXJeZw2e und GimIJ9wmxexm Z77e7JzHo 
noch neben J6m2:2zmi7zo und Pom7eJ2w2e im Dome arbeiteten, sowie dass der 
I 536 gefiorbene GzzZmZ,go C2mZPzi als Stammvater einer neuen cremonefifchen Die c:impi. 
Künstlergeneration angesehen werden müsse. GaleazZo7s Söhne 6Fzi2zZ2k2 und .s42zs 
losem Cz7i;zpzi nun gingen ebenfalls noch von veneZianifcher Grundlage aus, 
lJ EemczJcMi, studj, 
2J Fesm1Jmnf: a. a. 
308. 
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