Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Malerei der Renaissance
Person:
Woltmann, Alfred Woermann, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1235000
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1243208
Malerei 
ita1ieni fchen 
769 
Mof1sa in der Dresdener Ga1erie Crichtig Bonifazi0 benanntJ und die heil. ix1Dk2sc1eo. 
Familie der Stuttgarter Sammlung LNr. 14, angeblich PalmaJ hervorgeh0ben. is Stuttgart. 
Eins der fchönPcen, von feinfker Lebensbeobachtung Zeugenden b0nifazifcl1en 
Bilder ist aber auch die DarPcellung des GaPcmahls des Reichen in der Akademie is d2kAk;221. 
zu Venedig CFig. 42IJ. zuvMd1gE 
Der ,77i:Jcsiz7 BM2XczI222 P7kJw7xjJxs entwickelte f1ch im engen Anfchlufs an den  
erPcen, ja, die beiden Meifier fcheinen längere Zeit gemeinfam gearbeitet zu WHAT Cis 
haben. Es ift daher natürlich, dafs ihre Bilder fchwer auseinanderzuhalten 
lind und wir Morelli7s feine Unterfcheidungen einstweilen nur mit einigem 
Vorbehalte acceptiren können. Als gemeinfame Bilder beider betrachtet CemFi22r:m1c 
diefer italienifche Kenner noch verfchiedene Darftellungen der Findung F;iH1TiY 
Mof1s, befonders diejenige der Brera zu Mailand Cangeblich von Gio1sgi0neJ,ik2dckBkcks.1. 
ferner pdie Anbetung der Königen CNr. 57J, xidas Urtheil Salomonisce CNr. 55J 
und vdie Ehebrecherin vor Chrifiuscc.CNr. 50J in der Akademie zu  
Dem jüngeren Bonifazio Veronefe allein dürften dann Z. B. vdas GaPcmahl in M Venedigs 
Emmauskk der Brera, die majefiätifche Darstellung des zwifchen Heiligen thronens  
den Chriftus in der Akademie zu Venedig, vChriftus im Tempeln des  
Pitti, ndas Gafimahl zu Emmaus:: der Uffizien, vdie Heimkehr des verlorenen IsIFH;1kkI:s;jj; 
s0hneskk in der Ga1erie B0rghefe, vdie Anbetung der Hirtena in Dresden  
Nr. 241, angeblich von GiorgioneJ, eine heil. Familie derfelben Galerie CjetztjU DIVsdEEs 
Nr. 271, angeblich von PalmaJ und eine heil. Familie der Stuttgarter Galerie H sk1.kkg3,,, 
CNr. 329, angeblich von Palm:1J zuzuschreiben fein. Die Bilder diefes jüngeren 
unterfcheiden f1ch von denen des älteren Bonifazio Veronefe durch fpitzere 
Extremitäten; befonders durch längere, fchmalere Ohren, aber in der Regel 
auch durch eine etwas leerere Mode1lirung. 
Bm7ifczgjo 7wzeZjzz2szo entwickelte f1ch anfangs im Stile der beiden älteren 1I.0Hik,12i0 
Bonifazi. Nach 1570 aber machte er lich eine direkte Nachahmung Tizians vMMn0i 
zur Aufgabe. Die vier Bilder mit Heiligenpaaren in der Akademie zu Venedig  
gehören dem Jahre I562 an. Seine tizianifche Epoche aber kennzeichnet z. B. 
das fchöne Bild derfelben Sammlung CNr. 483J, welches unten auf der Erde 
eine Verfammlung von Heiligen, oben in der Luft aber die Erfcheinung der 
Maria mit dem Kinde zeigt. 
Para1lel mit Bonifazio Veneziano fcheint lich endlich PoZia7om 7Eyzr,7izzyZo 3201iq0k0 
Ceigentlicl1 PoZjrZom Lm2,5zm2iJ entwickelt zu haben. Gerade feine Bilder haben iMmM 
einen entfchieden tizianifchen Charakter, z. B. ein bezeichnetes Abendmahl in 
der Akaclemie von Venedig, und zwei Bilder der Dresdener Galerie, von 
denen das eine C Nr. 29IJ eine Verlobung der hl. Katharina, das andere CNr. 290J 
einen venezianifchen Edelmann darstellt, welcher fein Kind, um es der Jungss 
frau zu weihen, dem hl. Jofeph übergiebt. 
Die 
übrigen 
MeiPcer 
des 
venezianifchen 
barter Orte. 
FcPc1andes 
und 
benacI1s 
Wir haben gefehen, dafS faPc alle Maler, welche in der Stadt Venedig Zu Im 
Ruhm und Reichthum gelangten und hier eine veneZianifcl1e Kunft im engeren C1WskW 
Sinne fchufen, geborene Feftländer waren. Ihre 1cünfi1erifche Erziehung in 
Venedig, ihre Wirkfamkeit in Venedig, ihre BeeinHuffung durch die Luft und 
Geschichte d. M212k2i. n. 49
        

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