Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Malerei der Renaissance
Person:
Woltmann, Alfred Woermann, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1235000
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1243152
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Vie1sleS Buch. 
Aht11ei1uug. 
 Hans Von den ausländifchen Gehilfen Tizians kommt zuni.iehft JJmzF FZrj1Jm2z 
W3F:iii1iisiY.M7sz2zz Jcz1ZXZr7E,1J der nicht: mit dem oben Es. 49ZJ befprochenen Jan J0eft von 
Kalkar verwechfe1t werden darf, in Betracht. Ihm wird von alten schrifts 
ftellern nachgefagt, dafs feine Bilder, befonders feine P0rträts, vielfach Tizian 
felbft zugefehrieben worden feien. Beglaubigt find die IsI0lzfchnitte feiner 
Hand, welche er 1537 in Padua für des berühmten Leibarztes Karls V. Ans 
dreas Vefalius anat0mifches Hauptwerk CDe corporis l1umani fabrica lib. VII. 
Bafel I543J zeichnete. Auf Grund eines alten Inventars wird ihm das vors 
treffliche Bildnifs eines jungen Mannes im Louvre CNr. 68J, auf Grund diefcs 
Bi1des ein anderes im Berliner Mufeum ijNr. I90J zugefehrieben. Auch in 
anderen Galerien it6fst man hie und da auf feinen Namen; doch wäre zu 
wünfel1en, dafs die Specia1kritik sieh feiner Einnahme. später foll er vom Stile 
Tizians zu demjenigen Raphaels übergegangen und I546 foll er in Neapel ges 
fi:0rben fein. Ferner ist anzunehmen, dafs der nach RidolH,2J der ihn eins 
gehend befpricht, I522, nach Crowe und Cavalcafelle II; einige Jahre früher zu 
 Isebenic0 in Da1matien geborene flmZ77szz FrJzz2zszJwzzs, welcher identifcl1 mit dem 
 bteel1er fl7szzZr. JLJm7zzZzz und auch unter dem Namen Ä2zcZy2. JLfm7oZZzZ bekannt ift, 
eine Zeitlang als Gehülfe TiZians in deffen Atelier thätig gewefen ift. Da er 
mittellos war, verlegte er sich anfangs auf die Bemalung von Truhen und 
anderem M0bi1ar, der übrigens eine Reihe tüchtiger Meiiter des I5. und 16. 
Jahrhunderts gelegentlich ihre Kräfte widmeten. Giov. M0relli glaubt feine 
Dek Hand inidem kleinen farbenfaftigen isParnafscc der Münchener Pinakothek 
v1iifii1iZifTkieiiiCNr. II83J zu erkennenUund fügt hinzu, clafs das Bildchen wahrfcheinlich zum 
HMk0Mk. schmucke eines spinettes gedient habe. 4J; Hauptfächlich war er staffeleimaler; 
und neben dem biblifchen fpielen fpäter das mythologifche und das landfchafts 
 E1ement.eine HauFtrolle auf feinen Gemälden. Als biblifche Bilder 
 feiner Hand fe1eI1 z. B. die Darftellungen der laufe und des Verhörs Chrifti 
ii.c1.ukki2iskiJ in der Akademie zu Venedig, der Anbetung der Hirten in den Ufkizien, des 
imP.u.Pikci, Todes Abels im Pal. Pitti zu Florenz, der Anbctung der Hirten und einer 
i. J, wi.2x1k2k Madonna in der Wiener Galerie genannt; als einer der frühesten felbftändigen 
Michel Landfchafter würde er uns in den beiden grofsen I873 in Florenz erworbes 
;..1,13ek1j,,kknen Bildern der Berliner Galerie entgegentreten, wenn diefe ihm mit Recht 
G3Wes zugefchrieben würden. Als Bildnifsmaler von Bedeutung lernt man ihn am 
im  im Pal. Pitti kennen. Uebrigens gefteht der Verfaffer, dafs ihm alle 
Bilder diefes Mei1ters einer erneuten sichtung fehr beclürftig zu fein fcheinen. 
Andreafs Name ift offenbar zu einem Gattungsnamen für fonft fcl1wer untcrs 
lCsL31e.2k.zubringende Venezianer geworden. Seine fehr f0rgfä1tig und fauber geätzten 
1,1zkk.zk. und mit der kalten Nadel ausgeführten Blätter haben wenigstens den Vorzug, 
durch feine Namensbezeichnung oder fein Monogramm bcglaubigt zu fein. Er 
c3iq2rFl:k;o ftarb I58F in Venedig. C7Z2xm77szo BzzJmsza, der vielleicht einmal.Gehülfe Tizians 
  igewefen 1lt, mufs im Zufammenhang mit den übrigen JZxyJmzJ erst fpater bes 
Tikxmke:k0. trachtet werden. Sie und der gr0fse Y7yszi07ErZZo, der unzweifelhaft eine Zeits 
Leben Marcant0nS. 
II .1ZczJczyZ im Leben Tizians und im 
C:11car, S. 20ss22. 
2J Mar:Iviglie del17 Akte CA11sg. von 
3J Leben Tizians S. 359, Anm. 78. 
4J  a. a. O. S. 48. 
1xPY2ZJ.s. 
Padua 
1835I
        

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