Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Malerei der Renaissance
Person:
Woltmann, Alfred Woermann, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1235000
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1243100
ita1icnifc11e11 Malerei. 
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wiederholten Bilde besitzt Alnwick Castle. Ausgesührte, etwas veränderte VVics 
derholungen von Tizians Hand oder doch aus feiner VVerkstatt befinden sich 
u. a. im Madrider Museu1n und in der Londoner Nati0nalgalerie. Endlich 
erscheint Venus auch auf dem interessanten, goldigen, unvollendeten grossen Dis.Ux2i.2k. 
Bilde der Galerie Borghese zu Rom, welches als Unterweisung Amors durch A:TYcFiuiYgd2k 
die Göttin der Liebe und die GraZien erklärt wird. Wiederholt hat auch GTliiEFxlig.1L 
Danae Tizian beschäftigt. Das schönste dieser Bilder, welches die griechische Die D.1.22x 
Fürstentochter darstellt, wie sie den goldenen Regen empfängt, hat er I545 für diisi.itlTi.n.ZFr 
Ottavio Farnese in Rom gemalt. Das jugendfrische, von Schönheit übers 
quellende Bild des SechzigerS beHndet sich jetzt im Museum von Neapel; 
spätere Wiederholungen besitzen die Madrider Galerie, die kais. Galerie Zu wiedeks120. 
VVien und die Eremitage zu Petersburg. Ferner hat Tizian in feinem 82. Les disiYIFiiTies. 
bensjahre auch zwei Bilder aus dem DianasMythos gemalt, we1che sich in der Die Diana. 
Bridgewater Gallery zu London befinden. Ein mythologisches Haiiptbild des BEili1;jJ..STT2i 
Meisters endlich ist die sog. isVenus des Louvrecc, in Wirklichkeit eine poesies D2TTsTiiFi;e. 
volle, mit schöner Landschaft und üppiger Satyrstafsage ausgestattete Darstellung km PjIs..,e, 
der im Waldesschatten sch1afenden Nymphe Antiope, welche Zeus in Gestalt 
eines der Satyre beschleicht. 
Diesen antiken Stoffen entlehnten Darstellungen, zu denen noch diejenigen D;2kii2i1im. 
der :;I.ucrezia:x in der kais. Galerie zu Wien und bei Sir R. VVallace in London EFTkZJZiZ. 
gehören, reiben sich auch die elf historischen Bildnisse altrömischer Kaiser an,sRi;m.irc1se 
welche Tizian für das Schloss zu Mantua gemalt hat. Sie sind jedoch nur i:IH3iissE. 
durch K0pien und durch die Stiche Sadelers bekannt. 
Andere historische und allegorische Darstellungen Tizian7s, wie Z. B. ÄHeDie, l 
die schon erwähnte Apotheose des Dogen Antonio Grimani im Dogenpalaste, ,DEZZlTsc. 
bildenden Uebergang zu den Bildnissen. Hierher gehört die sog. Allegorie des Das mLJ.LiUixlre 
valos, welche den vDavaloscc genannten Feldherrn Marchese del Guasto darstellt, Wien. 
wie er von seiner Gattin Abschied nimmt. Er legt die Hände an ihren Busen; 
eine Glaskugel, das Symbol des wankelmüthigen Glückes, liegt in ihrem 
Schosse. Hymen, Amor und Victoria suchen sie zu trösten. Das schönste der 
verschiedenen Exemplare dieser Darstellung besitzt die LouvresSammlung, zwei 
Wiederholungen die kais. Galerie zu Wien. Uebrigens hat Tizian den Felds 
herrn Davolos noch einmal in einem Gruppenbilde gemalt, in dem schönen 
Bilde der Madrider Galerie, welches unter dem Namen der isAll0cutionic bes Die, 
kannt ist und den Heerführer mit seinem Söhnchen darstellt, wie er eine Ans,iHi1isiTZii3icTs.C 
rede an seine Offiziere hält. Hierher gehört ferner die sog. yDreieinigkeit Diz2z2Dk7i. 
Karls V.k: in der Madrider Galerie, ein 1554 gema1tes grosses Bild, welches die ,iccTsIiEkiFJl 
Fürbitte der Jungfrau für die Sünder darstellt. Die Jungfrau erscheint an der M MadML 
Spitze der himmlischen Heerschaaren, an der Spitze der Sünder aber kniet 
der Kaiser. Es ist ein Bild von vis1onärem Lichtglanz und energischer Durchs 
bildung der Porträtgestalten. Hierher gehört endlich das späte Bild Tizians 
in der Madrider Sammlung, welches, angeblich nach einer Zeichnung  
Philipp Il. mit seinem ältesten Sohne im Arme v8r der Vision eines Engels isMadisjc1. 
darstellt.  
Als genrehaftes Porträtstück von ausserordentlich intensiver und reizs DE; sog. 
voller Behandlung mag dann hier jene ssVenus von Madrid:c besprochen werden. von iZiTTiIsid. 
Die nackte Schöne.liegt auf ihrem schwel1enden Lager Und Ptk6ICI1sIk b8s
        

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