Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Malerei der Renaissance
Person:
Woltmann, Alfred Woermann, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1235000
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1236021
Drittes Buch. 
Abt11eilung. 
Zweiter 
Abschnitt. 
Lichtern aber weiter wird, f0 dass der G0ldgrund magifcli hindurcl1fcl1immerk. 
Die Handrifche Schule, die die prächtigsten Stoffe in der Malerei so Wunders 
bar wieclergibt, weifs hier mit diesen Stoffen felbst zu operiren und glänzende 
 zu erreichen. Die drei Vefpermäntel enthalten auf ihrem gröfses 
km ha1brui1den Schilde je eine Hauptdarstellung: den thronenden Cliriftus, die 
    
 einem Säulentl1ron und Johannes 
, Y,33,. den Täufer. Concentrifch reiben 
YY4 F, IS  fich Engel und Heilige verfcl1iedener 
    : Art,Aposte1 undPropheten, Bifchöfe 
H.      und Könige, Einsiedler und Mönche, 
    Frauen und Jungfrauen an, alle in 
    El Gel1äufen, das l1eifst kleinen Cas 
   pellen, und in unregelmässig fecliss 
  IY:s; eckigen Umrahmungen, die sich über 
   das. ganze. Gewand als Muster aus. 
J;      ej; breiten CFig. 154J. Die Dalmatilcen 
V,    enthalten gleichfalls Engel fowie 
J D  il  is männliche und weibliclie Heilige, 
J,  f  II auf der Casula haben auch zwei 
J  ss     gröf5ere Darstellungen, Taufe und 
   Verlclärung Christi, Platz gefunden. 
      Von den Altarteppichen enthält der 
        eine die Dreifaltigkeit, der andere 
       die Vermählung der heiligen Ka. 
 ,  ON nPsTIidem CWsWe als 
M,     Der Stil nähert fich meistens 
   .  dem der Time EJsxfc. Der F altenwurf 
   ist wie bei Jan van Eyck oft höchst 
   fcharfbrüchig. Colorirte Zeichnuns 
Es      gen, w2hkrchei:1iich in g1eic11em 
   Mafsstabe, find als Vorlagen vorauss 
 zusetzen, und diefe ruhrten sicher 
 von bedeutenden Künstlern her. 
 Man hat in diefem Mefsornat dens 
 jenigen des 0rdens vom Goldenen 
liefse sehen wollen aber es ist zu 
Fig. l54. Eiiizeltig.ur aus den sog. biirguiidifchen 1Yeachten, dafS auf keinem Stücke 
Gewändern M Wen. Abzeichen oder Devifen diefes 0rs 
dens zu finden find O. 
wchek2i. Die stickerei aber war bereits von der Figurenweberei überholt wors 
den, die in verfehiedenen slandrifchen Städten ausgeübt wurde. Nach einer 
GcgenfIänc 
II Die burgundifc11en Gewänder der is. 1c. Schatzkammer. 12 Ph0togr. mit Text. Wien, 0elIers 
reich. Museum, 1864.  Vgl, E. J7nsilzei7 Zum FczxJ.wi.: Der b11rgu11difche Mefsomat des goldenen 
Vliefss0rdens in der k. k. sc11at2kamme:r in Wien, Mitthei11u1ge11 der 1c. k.  lll, 
1858, S. I13, mit Abbildungen.   l7zi;sJZeus, Den1cma1e IV.
        

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