Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Malerei der Renaissance
Person:
Woltmann, Alfred Woermann, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1235000
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1242896
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Viertes Buch. 
Abthei1u11g. 
in Mailand. com0 dal17 0rioin Venedig, w0gegen die vGrablegungcc der Brera fchon zu feinen 
manierirteren Werken gehört. Doch befindet f1ch unter den Altarb1ättern, die 
er in feinen letzten Jahren in verfchiedenen Stäidten der Mark ausfiihrte1J noch 
xixrit7Jk;:3s;ce manches fchöne Bild. Doch verrathen die meiften der f1eben gegenwärtig in1 
 bifchöfl. Palaste zu Loreto vereinigten Gemälde fchon die Altersfchwäche des 
Meisters. Ein majeftätifches Werk ist aber z. B., in ihrer Anlehnung an Tizians 
Akademiebild, noch die I 550 gemalte grofse Himmelfahrt Maria in S. Frans 
in Among. cesco Zu Ancona.  
 Von religiöfen Bildern Lotto7s, die. ihren sWeg über die Alpen gefunden 
 haben, seien nur noch vChrifii Abfchied.von feiner Muttercs C152IJ in der 
ii1:i1Fest;1i;i., Berliner Galerie, die hl. Katharina CI522J iin Palais Leuchtenberg zu Peterss 
hing, burg, das Doppe1bild des hl. Sebaftianus.und des hl. Chrift0phorus CI53lJ in 
in Bck1in. der Berliner Galerie und die ganz in Lottois eigenftem kühlen, bunten, doch 
 nicht unharmonifchen Farbenfchmelze mit glatter Pinfelfiihrung gemalte santa 
in wi2n,Converfazione der kais. Galerie zu Wien hervorgehoben. In der Madrider 
is1M::dsid. Galerie inufs ihm der hl. Hieronymus CNr. 478J Zuerkannt werden, der dort 
unter Tizians Namen hängt. 
 Von Lotto7s Bildniffen stellen wir die bezeichneten und daher mafss 
xj12e2eicii. gehenden voran. Diese find: das forgfaltig gemalte Doppelbildnifs Agostinois 
Vers     
in L0ndnn, und Niccolo7s della Torre von 1515 1ii der Londoner Nationalgalerie; das I523 
in Lotto7s correggiesker Manier gemalte Doppe1porträt eines von Amor bei 
in M:idrid,kränzten Brautpaares in der Madrider Galerie; das bereits wieder flott venes 
in Venedig. Zianifche Mönchsbi1dnifs von I526 in der Cafa Sernagiotto Zu Venedig; das 
vor der Entdeckung der Inschrift Correggio Zugefchriebene HalbHgurenbild 
in F:::Finn eines Mannes in der PelZfchaubc CI527J zu Hampton Court; das Kniesliick 
 einer mit gebliimtem Turban vor rotliem Vorhang an einem Tifche fitZenden 
in 1v12ii;ind, Dame in der Brera Zu Mailand CFig. 4IIJ; die Halbsigur eines Mannes im 
in Msi1snd. Fuchspelzkragen in derselben Sammlung; das angebliche Bildnifs Jacopo Sans 
in 13ek1in;fovino7s und das Porträt eines jungen VeneZianers in der Berliner Galerie 
 Auf Grund dieser beglaubigten VVerke kann man Lotto nun noch eine ganze 
in Wien. Reihe anderer Bildniffe zuschreiben, Z. B. in der kaif. Galerie zu Wien Cjet7.t 
No. 274J den früher bald Correggio, bald Tizia11 gegebenen vMann mit der 
in  in der Handcc, in der Brera zu Mailand fNr. 25IJ den hageren 
in Bskiin, Mann mit dem doppelfpit7.igen Barte, in der Berliner Galerie CNo. I82J das 
in R0kn.Bildnifs eines jungen Mannes, in der Galerie Doria zu Rom den bärtigen, 
Dns fchwarzgekleideten Mann vor der epheubewachfenen Marmorwand. Endlich 
;f,oJzt1IJIF;iLE fei des eigenthümlichen Bildes zu Alnwick Cafiel gedacht, welches, dort Scl1ias 
CAN. vone zugefchrieben, einen nackten Knaben darfi:cllt, wie er das Haupt eines 
auf rothem Kiffen ruhenden Todten mit einem Lorbeerkranze fchmiickt. 
hF;:3:ü Als ein Meister, der die Anfangsgriinde feiner Kunst bei Giov. Bellini ges 
ilernt, wenn er ficli auch später als Schüler Palma Vecchio7s, ja, gelegentlich 
als Nachfolger Paris Bordone7s gerirt2J, gilt uns auch der I505CPJ geborene 
 Trevifaner lZorxn llsxzJw7zi, deffen grosse Beweinung Christi in der Akademie von 
 Venedig ein kräftig gemaltes, besonders durch feine reiche, tiefgeftimmte Flufss 
lJ Näheres bei 
2J lLemzoZi2zf a. 
7Yxlx2acii a. 
O. S. 22. 
287 ff.
        

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