Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Malerei der Renaissance
Person:
Woltmann, Alfred Woermann, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1235000
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1242132
662 
Wertes Buch. 
Abt11eilung. 
VVafser daliinziehen. Ein kräftiger Triton hat links vorn eine zweite Nymphe 
umschlungen; eine dritte reitet rechts im Mittelgrui1de auf einem Seekentauren; 
zwei andere Tritonen blasen in Muschelhörner; liebeStrunken jubelnd braust 
der Zug iiber,s Meer dahin: der Zug der Schönheit, der Jugend, der Liebe. 
Der cYk1u3 Hier ist die Antike wirklich wieder lebendig geworden. So hätten die Gries 
 chen selbst unter den Kulturbedingungen des Cinquecento schaffen müssen; 
W PfYChe.S. in keinem feiner Werke ist Rapliael realistischer, in keinem idealer, als in dies 
sem. Und in deinselben volls 
      kIassjsChen und Zugleich Voll. 
  modernen Geiste entwars er 
  die Deckens, stichkappens 
  z 4,,Z3k;i und Lünettenbilder für. die 
 As   angrenzende nördliche Lord 
 M , gia, die berühmten Darstels 
 lungeii aus Apulejus7 Mars 
    S  sich mit souveraner Freiheit 
     s anlehnte. selbst ausgeführt 
   ,z..ll     M hat er diesen gegen das Ende 
 X    , y.klus. Je oci nie t. nie 
   :  4Yks  prachtigen Fruchtschnure 
   g     welche die einzelnen Bilder 
     Z  uinrahmen und so die Ges 
    : , fammtdekoration durchzie. 
s     Den: We ewiges BssW1s 
    des HsiipIbs1dsss   
  xii . GI0Ws dsUdIsshsss ON 
    ROMO   
   WITH das UbsIss  Sss 
       
      
  Usiissss:siiiiiigsii  
 WM1Mwww 1TllUlllssIIT sWsUI TWI9ssIsWEsssTssTsT7 das ihres dazu, um den Reiz 
Fig. 379. Raphael: Merlcur, Freslco. Rom, Farnesma.. der GemäIde zu beeik1tkäch. 
tigen. 1n keineswegs zarten 
Fleischtönen heben die Gestalten und Gruppen sich nunmehr von dem gistigs 
blauen Hi1nmelsgrunde ab; aber Rapl1aels schöne Formen und geniale Koms 
p0sitionen haben sich gerade hier als unverwüstlich erwiesen; weder seine 
Vorgänger noch seine Nachfolger haben das Nackte so rein und göttlich zur 
Anschauung gebracht, wie es uns hier entgegenltrahlt; und weder früheren noch 
späteren Meistern,ist es gelungen, zugleich mit wenigen Figuren so lebendig 
zu erzählen und die herausgegrifsenen Momente so glücklich in ungünstige 
Dis zehn Bildflächen zu bannen, wie Raphael es hier gethan hat. In den zehn grossen 
dEJI3,Ti3I,1,;. Zwicke1n, in welchen das Gewölbe sich zu den Wandpfeilern hinabsenkt, ill1is 
gen. strirte er die Erzählung des Apulejus mit überlebensgrossen Figuren. Je vier dieser
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.