Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Malerei der Renaissance
Person:
Woltmann, Alfred Woermann, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1235000
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1241334
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Viertes Buch. 
Abt11eilung. 
Paare jener PilaPcer; und die kräftigen, naturfarbenen, jugendfchönen männs 
lichen AktHguren, welche auf den verkröpften, kapitälartigen Gef1mfefkiicken 
über diefen PilaPcern in den kiihnHen Stellungen und verfchiedeniten Bewes 
gungen sitzen und ba1anciren, folgen der fenkrechten Richtung der Langwände, 
fo dafs f1e einander die Köpfe in jenen Quergurten zulcehren, während die 
gr0fsen Darfte1lungen in den neun Hauptfeldern ihre Fufsfeite der Schmals 
wand zuwenden, an welcher Michelangelo fpäter fein jiingPces Gericht malte. 
rZZIeF1sJ1fI;F;:j Mit dem Inhalt der HauptdarPcellungen haben diefe JünglingsgePca1ten CFig. 34II, 
Lt:1i;1HFH;J1 denen Michelangelo das Amt gegeben hat, je zu zweien die erwähnten Br0nzes 
medail10ns an Bändern feftzuha1ten, übrigens ebenfo wenig etwas zu thun, wie 
die zahlreichen anderen, theils Heini, theils br0nzes, theils fleifchfarbenen 
Figuren, welche überall die Nebenfelder und abgefchnittenen Ecken ausfüllen. 
Gerade diefer von Schönheit und Kraft ftrotzenden menfch1ichen GePca1ten 
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Fig. 342. 1Vlic11e1angc1o: Die Schöpfung von Sonne nnd Mond. Rom, Six1.inifc11c Kapelle. 
bedient der Meister sich statt der 1inearen oder pflanzlichen 0rnamente in den 
Umrahmungen der biblischen Bilder; und Zugleich lässt er sie stemmend, 
stützend, tragend oder haltend so zu sagen als Genien der architelctoniscl1en 
Gesetze erscheinen. 
Für die religiösen Darstellungen in den neun flachen Hauptfeldern des 
Mittelrechteckes, in den Schildbögen, stichkappen und Zwickeln wurde ofsens 
bar im Anschluss an die mittelalterliche Ueberlieserung ein einheitlicher 
Plan entworfen, welcher sich harmonisch dem Gesammtschmuck der Kapelle 
einsügte. Von den älteren Wandbjldern stellte die Reihe der einen WVand Ges 
schichten des alten Testamentes n a eh der mosaischen Gesetzgebung Csub legeJ, 
die Reihe der gegeniiber1iegenden Wand Geschichten des neuen Testamentes 
Csub gratiaJ dar. Es fehlten noch die altteskamentlichen Geschichten vor 
Moses Cante 1egemJ. Diese bearbeitete Michelangelo in den neun HaujItfeldern 
des Spiegels.1J Es smd die Scenen der Schöpfung, des sLindenfa1leS, der 
Siindfluth und der Geschichte Noah75. VVie Michelangelo sie hier erzählt hat, 
lI Ueber diese ei 
auch in feiner Gefc11. 
nl1eitlicl1e Idee hat Ach vor allem 
cl. ital. Malerei II, S. 97s98. 
M LizMe 
ausgefproc11en,
        

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