Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Malerei der Renaissance
Person:
Woltmann, Alfred Woermann, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1235000
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1240619
ersten 
Hälfte des 
16. Jahrhunderts. 
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Schleier im Antwerpcner Museum. Die Schulkopien und Nachahmungen dies in As:w2x. 
ser Bilder zeigen oft einzelne Veränderungen, so auch diejenigen der Londoneri:1 EZ:2i0:1, 
NationalsGalerie. Die schönsten Halbf1guren der Magdalena mit dem Salbs 
gefäss aber, welche Quinten gemalt, befinden sich im Bes1tze der James Roths 
fchild7schen Erben in Paris und im CkleinerenJ Palazzo Mans1 zu Lucca.   
Quinten Massys ist jedoch auch der Vater einer besonderen Gattung von .Quik2kFkrs 
Sittenbildern mit grossen Halbfiguren, welche Zah1s oder Zählscenen in Ges OWeWdeks 
schäftsstuben darstellen. In der Regel sind sie zu zweien vor einem Tische 
gruppirt, diese VVucherer oder Geldwechsler, diese Anwälte mit ihrem Klienten, 
diese Kaufleute mit ihrer Frau, diese Einnehmer mit dem Steuerzahler. Auf 
die Benennungen kommt es 
nicht an. Es sind lebendig dem  
Antwerpener Geschaftsleben     
abgelauschte, mit eindringlis     
eher, oft herber Schärfe aufs  W oHlIl;s 
gefasste, mit etwas alterthiims       Jlfs.l 
licher, kräftiger, sorgfältiger       
Pinselfiihrung gemalte Genres s     
PcLicke. Die Zahl dieser Bilder, ;   Z,    J ,  ,  ..ijs 
welche wir dem Meister selbst  ssXTY.Tl Z:   l 
2usc112seiheH missen, irr jedoch  ;  i.s;kl::  
nur eine ganz kleine. Als         U    
eigenhändig anerkannt ist nur        
das mit feinem Namen und        
derJahreSzahl 15I4 bezeichnete      
welches den reichen Mann zeigt,   TM L0gUVkss 
wie er feine Goldstücke wagt,   
während die Blicke feiner Gats  :          
tin, die gedankenlos in einem    H       Y 
BllderbUche blättert2 W0hlge. Fig. 3l2. Q. Massys: Der Kaufmann und feine Frau. 
     
schweifen. 
Schon diese Bilder zeigen in ihrer realistifchen Wiedergabe der Persöns ouik2kek.ss 
1ichkeiten, dass Quinten ein Porträtma1er ersten Ranges ist; und das bestätigen BHdnM3 
die wenigen noch vorhandenen Bi1dnisse seiner Hand. VVir wissen, dass er 
Erasmus von Rotterdam und Petrus Aegidius gemalt hatte. Aber von diesen 
hat sich nur das fprechende Bildniss des letzteren zu Longford Caftle bei ;sL0k.gr0kd 
Salisbury erhalten. Für VVerke seiner Hand halten wirjedoch auch das Cleider CAN, 
beschädigteJ Brustbild eines jungen Mannes in der Berliner Galerie END. 615J zk,1zek1;,., 
und die kräftige Darstellung Jean Caronde1et7s in der Münchener Pinalcot11elciH1ijk.ck,.z,,, 
CNo. y4IJ. 
Auch Quinten7s Sohn fass JlJczJJJ1F O wurde ein feiner Zeit berühmter Maler. Jan  
Karel van Mander hebt jedoch nur eine VVechslerscene seiner Hand hervor; 
a. 0. v1äm. s. 94, 
neu, gehabt habe, 
II Jlfa.r JwoJex, Anf1cht ja. 
Namens Jan, aus jeder Ehe ei 
Cefchichte d. Malerei. ll. 
deutfch S. 59s6OJ, dafS Quinten zwei Söhne 
die beide Maler geworden freien, und dass die 
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