Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Malerei der Renaissance
Person:
Woltmann, Alfred Woermann, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1235000
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1240569
ZVVEITER 
ABSCHNlTT. 
Die 
nieder1ändische 
Malerei 
der 
ersten 
Hälfte 
des 
.Iahrhunde1sts.IJ 
KuFsFEM  n keinem Lande nördlich der Alpen lagen im. I6. Jahrhundert die blühens 
dsJäIji:;iek. l den Städte fo nahe bei einander und waren die reichen Bürger fo prachts 
  Ut1ssZsI liebend und kunftfinnig, wie in den Niederlanden. Es ist daher natürlich, 
dafs die Pflege der Malerei, welche sich hier fchon im I5.Jahrhundert zur eigents 
lichen Nationa1kunft entwickelt hatte, in diefen Städten jetzt keineswegs vers 
nachläfiigt wurde. Hatte sie im I5. Jahrhundert an einigen Orten noch gläns 
Zendere Erfolge aufzuweifen, als jetzt, fo nahm fie an Umfang doch immer 
 noch zu; und mufsten gerade. die in politifcher, kommercieller und künfkles 
ig33g2. rifcher Beziehung leitenden Stadte der vorigen Epoche, wie Brügge und Gent, 
Ak2:w2kps;o ihre Vorherrfcl1aft auf allen diefen Gebieten nunmehr an andere Städte, wie 
undBrüs5e1i Antwerpen und Briiffel, abtreten, fo breitete das Netz der künftlerifch geleites 
ten Malerwerkftätten fich dadurch nur um fo rafcher über das ganze Land aus. 
Diefe Ausdehnung, welche mit der Erweiterung der internationalen Beziehungen 
der Niederlande Hand in Hand ging, hatte ein allmähliches Verfchwimmen und 
Verfchwinden der reizv0llen nationalen Eigenthümlichkeiten der niederländifchen 
 Kunft zur Folge. Gerade weil die Anforderungen, welche die neue Aera an 
1EsH3gs;1;Fn die Entwicklung des Stils zur gröfseren Klarheit, Freiheit und Abrundung 
dieses Zeit. ftellte, den weltkundigen niederländifchen Meiltern früher und entfchiedener 
Wams. zum Bewufstfein kamen, als ihren innerlicher veranlagten oberdeutfchen Fachs 
genoffen, lenkten sie auch früher als diefe in die von den italienischen VVelti 
1J Literatur: Die oben, S. 8, Anm. l, genannten Werke von l7aJczJsi, Cnixxizz7scZi7zi, Arm llIamZeJs, 
XI. lWxJTieZI.  Die oben, s. 368, An1n. 1, genannten Werke von Fm2xlJmsi, FiwsiZZc2, fZ7;jZzy, 1xIJzzzz. 
ges: und Cwwe. Ferner für diesen Abschnitt schon: G. Jc7axJzgezZeJ7 Anna1en der niederl. Malerei, 
GotI1a 1839ss1844.  C. Jy;mze7szeeZ.s De levens en werken der hollandsche en v1aamsche kunSts 
sc:11i1ders. Amsterdam 1842ss1843.  Um  Fortfetzung und Ergänzung des Werkes von 
In1merzee1 unter demfelben Titel, Amfterdam l857ss1864.  Die Kz1.ta1oge der Mufeen von Ants 
werpen und Brüffe1, weiche PiJ2xJIsayfx Urkundenf0rfchungen verwert11et haben.  Uebrigens hat L. 
FtäeiäZeJs, wie über die Deutfchen, fo auch über die Nieder1änder dieses Zeitraums die eingehendlken 
Studien gemacht und dem Verfaffer auch für diefen Abfc11nitt fein b:1.ndfchrift1ic11es Material in dankenSs 
werthefier Weife zur Verfügung gel1;e11t.
        

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