Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Malerei der Renaissance
Person:
Woltmann, Alfred Woermann, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1235000
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1240501
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Vjertes Buch. 
Abthei1ung. 
Erster Äbfcl1nitt. 
schen Schwure erhebt, während der Engel ihm zuHustert: vschw6re nicht fälschs 
in Avkwe;s. lich u. L w.u; so die hl. Sippe im Antwerpener Museum, welche aus der Kirche 
in ETF1;2k, zu Kalkar stammt, II in welcher noch eine Predella dem Meiiter angehört; so 
zu Mü.,k1,ek,, eine Kreuzigung der Münchener Pinakothek sNr. 9IJ,2J eine Beweinung Christi 
 der Nijrnberger M0ritzkape1le CNo. 26J, und eine Madonna der Darmitädter 
lGalerie sNo. I90J. Von einem nahe verwandten Meister ist auch der Altar mit 
Des J1eink2k der Kreuzigung in der Kirche Zu Cappenberg, dem sich Z. B. noch eine hl. 
c2pxYFHnhekg. Familie im Museum zu Münster anfchliesst. 
Dis s0eskek Den alten Ruhm der Soester Malerfchule setzte im 16. Jahrhundert ein 
Schule. als Stecher allbekannter und zur Gruppe der deutschen Kleinmeister gerechnes 
H2ik2kich ter Künstler fort, dessen Gemälde sehr selten sind. Es ist fJxszl7z7sszkJz flZxZz2g7Ts:2.k2yE 
fWegMeki soder Alde GraveJ,3J welcher, um I502 Zu Paderb0rn geboren, sich nach Di.irer 
bildete, aber in Soest ansäsf1g und I555 noch am Leben war. Er steht auf dem 
Boden der Renaisfance und wird doch in feinen langgestreclcten Gestalten und 
feiner herben Komposition eine gewisse altfränkische Steifheit: und provinzielle 
sein; Befangenheit nicht los. Der Schwerpunkt feiner Thätigkeit liegt im Kupfers 
Kupfe1Mhe.stich. In diefer Technik erzählt er zahlreiche Gefchichten aus der Bibel, der 
römischen Geschichte und der griechischen Mythologie, erf1ndet er al1egorifche 
und s1ttenbildliche Darstellungen. Beruhmt ist feine Geschichte des Reichen und 
Lazarus, noch berühmter feine Geschichte des barmherzigen Samariters, am 
 belcannteiten sind feine Hochzeitstänzer, Festzüge, wie er sie dem westfälischen 
Leben abgesehen haben mochte. Am fruchtbarsten war er, der auch als Golds 
schmied thätig war, im stechen von 0rnamenten; aber auch einige Holzfchnitte 
feiner Hand kommen vor. Alles in Allem umfasst fein VVerk an 30o Blätter. 
Dagegen können wir ihm mit Sicherheit nur eine kleine Reihe von Gemälden 
seine zuschreiben: als biblifche Darstellung vielleicht nur is Christus auf feinem 
iIfrii3T12kdg: Grabes von I529 in der ständischen Galerie zu Prag, ein hart und trocken vors 
getragenes Bild; an Bildnifsen, in denen er fest und klar im Vortrag, scharf in 
der Auffassung ist und sich auf der Höhe feiner Leistungsfähigkeit zeigt, eine 
in wich etwas beträchtlichem Anzahl. Bezeichnet find die folgenden: in der Galerie 
CLisiTi1i2tf.n. Liechtenstein zu VVien ein I540 gemalter prächtiger junger Mann von strammer 
Haltung, ein Brustbild, ganz von vorn gesehen, vor wafferreicher, heiterer Lands 
in Berlin, fchaft sFig. 308J; in der Berliner Sammlung das häfsliche, aber nicht übel ges 
in Bkes1au. machte Bildnifs des Bürgermeisters Therlaen von Lennep CI55IJ; im Breslauer 
Kunstverein dasjenige des Grafen Philipp von VValdeck CI535J. Manche Bilder, 
welche des Meisters Kompositionen zeigen, haben schwächere Hände nach feinen 
Stichen ausgeführt. 
Die s.chu12 Endlich blühte die Malerei während des ganzen I6. Jahrhunderts durch die 
 Kiinstlerfamilie Zum stomJ JCz77z,;r4J in Münster, der Stadt, die damals ein Mittels 
Zum Ring.
        

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