Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Malerei der Renaissance
Person:
Woltmann, Alfred Woermann, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1235000
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1240453
der erlXen 
Hälfte 
16. Jahrhunderts. 
497 
taten, als er; aber viel Gutes ist nicht von ihnen zu berichten. JJx;2 ilJEfJZ85E xZZF Dek 1yIeza2k 
xHlZz21JTUEr,t2kF is: Lf7zzzz.cJz, dem auch eine Bilderreihe im Kö1ner Mufeum zui von Lmmchi 
gefchrieben werden kann, il7t gut in den landfchaftlichen Gründen, aber fchwach 
in den langgezogenen Figuren. Ganz zurückgeblieben iPc Meifter fJiZzZH;srzm7, H1yl1;ir:skd 
von deffen Hand die katholjfche Pfarrkirche in D0rtmund Zwei Bilderflügel bei I War  
f1tZt; J1fzMF .slsJEZk77z aber, der f1ch auf feinem intereffanten Selbstbildniffe in der Hans 
Münchener Pinak0thek bezeichnet hat, ist in anderen Werken nicht nachs Melan. 
weisbar. 
Nur ein bedeutender Meifter bleibt uns in diefem Zufammenhange noch zu 
befprechen, ein Maler, der als Schüler des Meilters des Todes Mariae gelten 
kann, jedoch noch von denfelben altniederländifchen Prämiffen ausgegangen Hift, 
wie diefer, um nach einer Reihe felbft für jene Zeit ersIaunlicher Stilwandluns 
gen fchliefslich bei einer verblafenen Nachahmung Michelangelo7s anzukommen. 
Diefer Meister, welcher  BJ7zJ27Z1J heifst, ist I493 in Köln geboren, wird l519 3akkke1 
als einer der Vierundvierziger der Kölner Malerzunft angeführt und ift hier BRUNO 
in hohem Anfehen zwifchen I553 und I556 geftorben.2J Er war der Kölner 
Hauptmeifter um die Mitte des Jahrhunderts und hat zahlreiche Kirchengemälde 
und Bildniffe hinterlaffen. Bezeichnet hat er feine VVerke leider nicht; urkunds 
lich beglaubigt sind nur die Altare zu Xante11 und Effen; die Tradition und die 
Sti1kritik haben dem wandelbaren MciPcer gegenüber daher einen fchweren 
Stand. Doch behalten feine Typen immer einen entfchieden verwandtfchafts 
1ichen Zug, der den gemeinfamen Urheber verräth. 
Seine religiösen Darftellungen, um diefe zunächst zu betrachten, zeigen die  
verfchiedenen Phafen feiner Entwicklung am deutlichsten. Seine frühen Werke kdslF2lF1FY 
erinnern nicht nur an die frühen Bilder des Meisters des Todes Mariae, fons 
dem felbst an die Ka1lcarer Bilder Jan Joefi7s. Individue1l durchgebildete, aber 
würdev0lle Charaktere, prächtige farbenreiche Gewänder und faftige, liebevoll 
durchgeführte Landfchaften Zeichnen sie aus. Hierher iit vielleicht das fchon 
von Ists datirte Flügelbild, deffen Mittelftück die Krönung Mariae zeigt, im 
BeHtze des Herrn Raderfchatt in Köln Zu rechnen, hierher gehören ferner eine ikz Kinn 
feine Madonna auf dem Halbmonde und eine Madonna mit dem hl. Georg und CPmatbeO 
der hl. Anna bei Herrn Konful Ed. F. VVeber in Hamburg, hierher die A11fsis;i2mpukg, 
erftehung in der Kunibertskirche, das Martyrium der hl. Urfula im Mufeum  
Zu Köln CNo. 358J, fowie einige früher :iMe1emcc genannte Bilder in der zHFY1IZ7 
Münchener Pinak0thek und die hl. Katharina in der MoritZkapelle Zu Nürns  
berg. später strebt feine F0rmengebung nach rundlicherer isSchönheitkk,  mNWbe7Es 
rend feine Landfchaften immer dürftiger und reizlofer hingeftrichen wverden;w3kk2r2iM 
aber er bewahrt eine Zeitlang doch noch fein selbftgefühl. VVerke diefer mitts WZiFjTen 
leren Zeit sind eine Kreuztragung der Nürnberger Moritzkape1le, zu  
die Flügel mit Heiligen f1ch in der Münchener Pinakothek befinden, eine Ans in München, 
betung der Könige im Kölner Mufeum, eine Madonna mit dem Stifter im 
Berliner Mufeum, eine AussXe1lung Chrifii im Kölner Dom, vor allen Dingen aber zu kqkliiu, 
die beglaubigten A1tarbilder in Effen und Xanten. Die Flügelbilder der stiftss m W, 
II Auch die Schreibweise s1Bru11c4 Finder lich in den CfpäterenJ Urkunden. Die Lesart vde Bruyna 
unric11tig. Vgl.   .X1le7sZo in den i1Nachrjchtence S. 69.74, in den 2;Mejitek11:c S. 158s 
2J Man fehe die wichtigen Ns.c11träige JJ37sZo,.v im Organ für christliche Kunst, Köln l866, S. 
cerchich:2 d. .xs121sk2i. It. 32 
N 
aber 
s162. 
2o3.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.