Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Malerei der Renaissance
Person:
Woltmann, Alfred Woermann, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1235000
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1240119
deutfc11e Malerei der erften Hälfte 
Die 
Jahrhunderts. 
463 
Bafeler Mufeums CFig. 289J. So fehen wir Holbein gleich am Anfang feiner 
Laufbahn in der für feine ganze Weiterentwicklung mafsgebenden nahen Bei 
ziehung zu den Männern, die Bafel zu einem Hauptf1tze des Humanismus 
machten, zu Froben, dem grofsen Buchdrucker, und zu Erasmus, dem grofsen 
Schriftsteller, der feit 1513 fast jedes Jahr nach Bafe1 kam und f1ch 152I dort 
fogar dauernd nieder1iefS. Aus dem Jahre I 516 ftammt dann freilich einers 
feits noch das übel erhaltene SchulmeiPcerfchild des Bafeler Mufeums, welches Das s.;k,u1. 
beweift, das der junge Meilter Aufträge jeder Art übernahm, andererfeits meMMchHd. 
aber ftammen aus diefem Jahre das Prachtbild des Ma1ers H. Herbfter bei D2s Bi1dkzirs 
Herrn Baring in London und die mit äufserPcer Sorgfalt und ftoff1icher WVahrs iFIFFFZF. 
heit durchgeführten Bruftbi1der des Bürgermeisters Jakob Meyer und feiner Dis13i1.ix1iire 
Gattin Dor0thea Kannengiefser im Bafeler Mufeum. Diefe Gemälde zeigen trotz FsII,lIhTZd 
einer gewiffen Herbheit den neunzehnjährigen Künstler bereits als ganzen MeiPcer. 1;;T7YFT3; 
in Bafel. 
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Ho1bein d. 
Die Narrheit, 
vom Katheder steigend. 
Federzeichnung. 
Bi1fe1, Museum. 
Die 1ndividualität der Köpfe ift durchaus packend, und das Blau des Himmels, 
das vorherrfchende Mennigroth und schwarz der Kleidung und das Gold der 
Renaiffancedekoration geben einen vollen, frifchen Farbenakkord. Damit waren 
zugleich Holbein7s Beziehungen zu den höchften Bafeler Behörden fePcer ges 
knüpft; und in dem nächsten Jahrzehnt feines Lebens, bis zu feiner Abreife 
nach England im Jahre I526, fehen wir den fo von Anfang an eingefijhrten 
und erprobten Meifter feine Thätigkeit in Bafel und benachbarten Städten in 
umfangreichfter und vie1feitigPcer Weife f0rtfetzen. 
Zunächft ein Wort über die leider vernichteten Wandgemälde, welche Hans Hs1heivss 
H0lbein in diefem Zeitraume gefchaffen. Schon I517 finden wir ihn in  
im Begriffe, das Haus des Schultheifsen Jakob von HartenPcein CHertenPceinJ von m Lamm 
aufsen und innen mit einem reichen schmucke von Wandgemä1den zu verfehen. 
Das Haus wurde 1824 niedergeriffen; aber Kopien der Gemälde befinden Ach 
auf der Luzerner Bürgerbibliothek. H0lbein7s Faffadendekoration verdeckte ges 
fchickt die Unrege1mäfsigkeiten der Fenfterfte1lung. Die Hgür1ichen Hauptdars 
fkellungen waren die folgenden: zunächst, im Centrum des Ganzen, vor prächtiger, 
luftiger Hallenarchitektur, die Geschichte der drei Söhne, die nach der Leiche 
ihres Vaters fchiefsen mufsten, damit der achte, der Ach deffen weigerte, von den
        

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