Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Malerei der Renaissance
Person:
Woltmann, Alfred Woermann, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1235000
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1239945
446 
Viertes Buch. 
Abt11ei1ung. 
Erfker Abschnitt. 
c1:zik0hrz:ms. die g1änzenditen Blätter jener Helldunkels oder ClairobfcursTechnik vor, 
Technik. welche die lxVirkung der damals beliebten und gerade von unserem Meister 
eifrig gepHegten Federzeichnung auf b1auem oder braunen Papier mit aufges 
fetzten weifsen Lichtern Cdie im Holzfchnitt natürlich auSgefpart wurdenJ nachs 
ahmen sollte. 
Dafs dicfc Technik gerade in StrafSburg zu hoher Vollkommenheit ges 
F J:YZt2;i1:1 bracht wurde, beweifen auch die Blätter JXoJzxzJzJ2 IXIXZ2cJzZZZJz7F, welcher I5I4 als 
.nHans Wechttel der Malera das Biirgerrecht in Strafsburg erwarb. Gemälde 
diefcs Meiflers lind nicht bekannt; von feinen Holzfchnitten aber bekunden 
einige mythologifche DarPce1lungen und der h1. SebaPcian ein felbsländiges Stus 
dium des Nacktcn nachdem Model1e.1J 
Hjegi3;F;1. Unbedeutender find die beiden  l7ozsz7zx77s, welche in ihrem I 537 
in strafsburg gedruckten isKunftbüchleina als Theoretiker der Renaiffance aufs 
treten.2J 
Fk2k.2 Man. l7m72,3s JZ77z;z von Strafsburg aber ifi ein ttichtiger Stecher der Mitte des 
I6. Jahrhunderts, der lich nach Diirer gebildet hat und f1ch den deutfchen Kleins 
meiftern anreiht CFig. 280J. 3J 
Die 
fchwäbifche 
Schule, 
mit 
Ausnahme 
der 
Familie 
H01bein. 
uns Einheitlicher in der Farbengebung, verfchm01zener in der Pinfelführung, 
ChMkW f0rmenrunder in der Zeichnung, weniger lcnitterig im Fa1tenwurf der Gewänder 
und strenger in den architektonifchen Hintergründen, als die übrigen deutfchen 
Schulen jener Tage, erfcheint die fchwäbifche Malerei in manchen Beziehungen 
als die eigentliche Vertreterin der Renaiffance in Deutfchland. Aus ihr geht 
Hans Holbein d. hervor, der Meifter, welcher die fchwäbifche Kunst zu einer 
We1tgröfse machte. Aber ehe wir ihn betrachten, müffen wir auf einige feiner 
Vorgänger und Zeitgenoffen in Augsburg und in anderen Städten SchwabenS 
eingehen. 
He Augsburg fing feit dem I6. Jahrhundert an, Nürnberg Zu überflügeln. 
ÄusIjjY;,3.ek AugSburg hatte die reichPcen PatriZier, die breite1ten strafsen und die geräumigs 
Ren WVohnhäufer. Für die Gefchicl1te feiner Malerei ist es von WVichtigkeit, Ach 
zu erinnern, dafs AugSburg in der ma1erifchen Ausfchmückung feiner Häufers 
ihre Be; faffaden mit Ver0na und anderen 0berita1ienifchen Städten wetteiferte. Hat 
MdelhM lich hier auch f0 gut wie nichts von folchen Wandmalereien erhalten, fo zeugt 
eine gewiffe m0numentale Haltung, ein Zug zur Einfachheit, Klarheit und 
Gröfse in den Augsburger Tafelbildern doch heute noch von dem Pcilbildenden 
Einflufs jener dek0rativen Gewohnheit.  
Burkä2:;sair .Die Malerei der H0chrenai1Tancezeit in Augsburg beginnt mit JsJmzr BmT,ks 
i7J2zzzr, dem Sohne des oben IS. 116J erwähnten Th0man Burckmair 4J, mit Hans 
Burckmair time ZiZzWwz, wie wir ihn im GegenfatZe zu feinem weniger berühmten 
Ihr 
Charakter.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.