Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Malerei der Renaissance
Person:
Woltmann, Alfred Woermann, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1235000
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1239556
Malerei 
deutsche 
Hälfte 
der ersten 
Jahrhunderts. 
407 
Die P0rtraits des Malers Erhard Schwetzer CI544J und feiner Gattin iI545J 
zeigen, dafs er feiner Darftellungsweife in jenem Jahrzehnt feines Lebens treu 
geblieben war. Eines feiner herrlichsten männlichen Bildniffe bewahrt die Kar1ss ioKsr1ssu11s2 
ruhet Kunfthalle CFig. 257J, andere besitzen die Uff1ziengalerie Zu Florenz und   
die sammlungen von VVien und G0tha. seine Hauptbedeutung liegt jedoch auf in Go:hZi. 
dem Felde des Kupferfiiches. Gerade er und feine Genoffen find der Kupfers IIDcel;1:k;1F 
ftichkunde unter dem Namen der ssKleinmeiftercc bekannt, einem Namen, den steFher. 
f1e in erster Linie dem kleineren F0rmate ihrer Blätter verdanken. Technifch 
knüpft PenZ etwa da an, wo Diirer 
aufhörte: er bediente froh des    
Grabstiehels mit faft malerifeher J,  es E;  
Freiheit. Inhaltlich intereff1rt der  
Meifier, dem die Absicht, religiös   , 
Zu wirken, fern lag, durch feine  H 
Folgen aus dem alten Teftamente   . K V  sey; J, F; T 
LFig. 258J Cz. B. f1ebcn Blatt Ges ff  H;     
fchiel1ten des TobiasJ, aus der  M:    
r6mifchen Gefchichte  B. fein     
 Stich, die  .  
Kartl1ago7sJ und aus der griechis L   
fehen Myth0logie Cber1Lihmte Lies    fix,    
bespaareJ. Doch hat er auch ein  Ei X ; J  
Leben Jcru in 25 I31;ittem gestci.    ;  szsfjj, 
chen; und berühmt ist fein ges      
fk0c11enes Bildnifs Johann Frieds      
richs des Gr0fsmijthigen von        
Sachfen.  s          
Von den beiden Brüdern BE III  H;         Hans Scham 
JzmJz II war sebald der ältere.       Bs118111. 
JJmz.5 .5x2Fc1ZzZ JJzsJzemz war l500 ges        : 
boren; I 525 wurde auch er vers      
bannt, bald jedoch gleichzeitig  J    
mit PenZ, wie es fcheint, Zu Gnas  
den wieder aufgenommen. Doch Fig. 258. Penz: JofepI17s Verkauf. Kupferfkicl1.  
führte er fpäter abermals ein 
VVanderleben, bis er I534 feinen VV0hnf1tz. in Frankfurt am Main auffchlug. 
Hier fiarb er 1550. sein wildgenialifcher, unruhiger Geist fpiege1t f1ch in 
feinem präcl1tigen Selbstbildnifs in der Albertina Zu VVien, einer Federzeic11. 
VUUg V011 I549, wieder LFig. 259J. Sein aufser0rdentliches Talent aber fpricl1t 
aus feinen zahlreichen Werken. Eigentliche Gemälde des Meisters find freilich 
ZEIT l9C;TaVVk; doch Zeigt er sich als Maler in den acht Miniaturen des Gebets 18IIvii1tUsOsss 
biLx:H1::he1es Kard1nals Albrecht von Brandenburg, welches sich auf der Schlofss 
T Zu Afchaffenburg befindet. Es sind faubere Darftellungen der Beichte 
II s4U,s ZeT7JE7ZFC7Fs Seba1d und Barthe1 Beham. Zwei Maler der deutschen Renaiffance. LCTPZig 
1875.  EsZs s4ZM1I7ZZC2G Les Petits 1na5tres al1ema11ds. I. München l881. VVichtig für die Kennt11ifS 
der verschiedenen Abdrüc:ke aller ihrer Stiche.
        

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