Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Malerei der Renaissance
Person:
Woltmann, Alfred Woermann, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1235000
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1239476
Malerei 
Die c1eutfche 
ersten 
Hälfte 
Ja11r11undertS. 
399 
der Birne CB. 41J und die Madonna, welche ilir Kind an fich drückt CB. 35J 
herV0rgehoben. Es find Darfiellungen von reiner Formengebung und voll 
Adel und Seele der geiPcigen Auffaffung. Mythol0gifche Darfrellungen befchiifs 
tigten den Meister in feiner Jugend öfter als fpäter. Der Raub der2Amymonc 
Hauch der vSeereiterci genannt, B. 7IJ, der :sgrofse Herku1esci Hauch die vEifers 
fuchtcc genannt, B. 73I die 1skleine F0rtunakk CB. 78J find Beifpiele der Art; Bari 
barils Einflufs zeigen die Blätter vApollo und Dianacc CB. 68J und vdie satyrs 
familie Von I505cc kB. 69J. An die niytl1o10gifchen Darfiellungen fchliefsen fich, 
oft in kaum bemerkbaren Uebers 
gän en, die alleOs0rifchen an. In   
ihncE1 zeigt DürTr fich ganz als    
ein Sohn feiner Zeit, aber als  ,  J H N  Dis  
einer der tieffinnigfken und edel.      
Ren derfelben. Aus feiner frühen     A 
Zeit gehören vder Trauung jB       
76J und die vvier Hexenc: CB     ,  
75J hierher. Vor allen aber   7Ik,f,     il  
denken wir hier an einige der   J       
berühmtesten, fchönflen und     .    
anregendften Blätter feiner fpäs ;  is Hi.  
teren Zeit, an die wunderbare          
;:Me1ancholieck CB. 74J vom Jahre  Vis;EXsEY    
l5I4, deren Anblick uns unwills    I, V,    ,;s ,ss  D. 
kür1ieh in tiefes Träumen vers      l,    
fenlct CFig.253J1J und an das echt     Cl    J    
deutfche Blatt isRitter, Tod und  Fig   J  L. I.    
Teufels: CB. 98J vom Jahre I513. j,,k  ;     
Durch einen engen Hohlweg     
reitet ein geharnifchter Ritter2J  iKs,k   
mit 0ffenem Vifir auf prächtis   T   
gem Roffe. Ruhig und unbes     IV  
kümmert, ohne rechts und links       
Zu fchauen, reitet er feines Y4  B H  
XVegeS, ob0leich fcheufsliche ins    N 
spukgefia1ke: ihn Vekf0IgeH. Fig. 254. Dürer: Drei Bauern im Gefpräch. Icupferfl:icli. 
Auf fchaurigem Klepper reitet 
11JTbe11 ihm der König Tod und weilt ihm die Sanduhr. Von hinten fucht ihn 
ein fclieufslicher Teufel zu packen. VVaS kümmert es ihnP Vor feinen Füfsen 
liegt ein T0dtenfchäde1. Er fkutzt nicht, fein R0fs fchaudert nicht. Die Idee 
U Dsfs Diirer die AbGcl1t gehabt, die übrigen drei Ten1peramente, der vMELENCOLIAkc :1.nzus 
reiben, erfcheint auch uns wa11rfchein1ich; aus forma1en Gründen nnwal1rfcl1einIic11 aber erfc11eint uns, 
date i1Ritter, Tod und Teufeln CB. 98J oder gar der vh1.Hier0nymusci CB. 60J belkimmt gewefen feien, 
in diefe Reihe einz1.1riicken.  
2J Nach kJek h;,ndschkjfk1. Auszeichnung des fJ, UT wir Jf7scZXkJzJZcf7z im Berliner KupferlkieI11cab1net 
MS dem I7. Ja11rh. Cnicl1t Ende des 16. wie in der Kunlkc11ronik t878 S. 22 berichtet wrrdJ W1kd 
das Blatt auf einen befkimmten Vorgang bezogen und der Ritter Phi1ippus R11ink, Einfpänn1ger, ges 
Ml1l1k. Eine Ns.irnberger Tradition mag zu Grunde liegen.
        

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