Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Malerei der Renaissance
Person:
Woltmann, Alfred Woermann, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1235000
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1238928
Die Malerei 
0berita1ien. 
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Stiche, wie die Pietä sPassavant 2J, fein, wie Silberstistzeichnungen, mit der 
Nade1 gearbeitet sind, wogegen er später, wie im David CP. II mit dem Grabs 
stichel eine kräftigere Wirkung erzielt. Dass auch ImsZlz2lo als Stecher bekannt Fk.T0.skid0. 
war, ist schon gesagt worden. Von den als Maler genannten Cremonesen hat 
flZzY;5c2ZZo JMssZxmzs auch in Kupfer gestochen. Von den Mailändern ist kein ges xFl:olhe110 
ringerer als BJmJm7IZ2 wegen eines interessanten, bezeichneten Stiches zu BkFk3FEc. 
nennen, welcher eine Anzahl von Figuren w0hlvertheilt im Binnenraume einer 
prächtigen FrührenaissancesArchitektur darstellt 1J. 
Aber wir dürfen auch die Meister von Bologna nicht vergessen. Ob Las L01si C0sI2s 
Jwz;:o c22JZsr gestochen, muss wohl füglich in Zweifel gezogen werden, obgleich 
Passavant CPeintresgraveur V. S. 204J ihm den seltenen Stich einer Darstellung 
im Tempel zuschreibt. Wahrscheinlicher ist es, dass Eis. l7m7zxz2z, dessen Niellen Hi Fss11O32s 
berühmt waren, sich auch als Stecher versucht habe. Passavant Es. I97 fs.J 
schreibt ihm vier Blätter, drei heilige Gegenstände und ein Parisurteil, Zu, 
sicher aber darf JVximFc2 FmJ2czZz, Francesco,s Sohn, mit 0ttley, Bartsch und Jac.Fra1icia. 
Passavant is. 222sF225J als der Urheber einer Reihe mit J. F. bezeichneter 
Stiche angesehen werden, die in ihren raphaelischen Umrissen fast an Marc 
Anton erinnern. 
Endlich ist hier des Venezianers JsczmPo zJc7 lJzz7sFzz7sZizu gedenken, von dem  
neuerdings seines Einslusses auf Dürer wegen so oft die Rede gewesen ist2J. 
1n Venedig geboren und nicht vor 1500 ganz von seiner Vaterstadt forts 
gezogen, lebte er längere Zeit in Nürnberg und starb spätestens 1515 als Hoss 
maler der Erzherzogin Margaretha in Brüssel. Er war im Norden so heimisch 
geworden, dass fast alle früheren Schriftsteller ihn unter dem Namen Jacob 
Wa1ch Cd. h. eben nur der vwelschecc JacobJ zu den Nürnbergern zählten II. In 
der Kupferstichkunde aber heisst er von feinem Abzeichen, dem Mercurstabe, 
Oder Meister mit dem Caduceusa. Er war Maler und Kupferstecher. Als Maler A1s M21ek. 
hätte er unter den Venezianern behandelt werden können. Doch sind seine 
Gemälde selten und wenig bekannt. Ein berühmter Kritiker schreibt seiner 
         
trait in der Galerie von Bergamo, seiner deutschen Zeit aber nicht weniger Bergamo. 
als acht Bilder zu, von denen eins in Wien, eins in Berlin Cbei Herrn Director 
LippmannJ, eins in Weimar, eins in Augsburg ist, vier aber der Dresdener XsFi;sLEHr.c 
Galerie angehören 4J. Dabei ist jedoch das bezeichnete und charakteristische DrEsdeii.d. 
Werk vergessen, welches sich I878 im Bes1tze von E. Galichon in Paris befand PsHss 
und eine Madonna mit Heiligen in ganz bellineskem Stile darstellt. Auch die 
Berliner Galerie besitzt seit I877 ein snoch nicht aufgestelltesJ Bild, eine Mai 
donna im Grünen von Jacopo7s Hand. Bezeichnet sind von jenen zuerst ges 
nannten Bildern der Christus des Wei1narer Museums, das ähnliche Bild des 
Herrn I.ippmann und das merkwürdige, detaillirte 5tillleben von I5o4 in der
        

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