Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Malerei der Renaissance
Person:
Woltmann, Alfred Woermann, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1235000
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1238872
342 
Buch. 
Drittes 
Abthei1ung. 
Dritter 
Abschnitt. 
Tuki11. 
AkademIe. 
Macrino 
d7Alba. 
Frankfurt, 
städelTches 
Institut. 
Pavia, 
certofa. 
Die Werke feiner fpäteren Mailänder Zeit laffen eine immer gröfsere Hins 
neigung zur Freiheit des Cinquecento erkennen. Hier kommt die Darstellung 
des heil. Martin mit dem Bettlerk0pfe in der Brera, hier kommen vor allen 
Dingen einige Gemälde der Ambrof1ana in Betracht. Das Triptychon, welches 
den Sieg des heil. Ambrof1us über die Hölle und die Ketzerei darstellt, ifi in 
edlen Formen und träumerischen Lichtwirkungen durchgeführt. Das von 
jugendlicher Lockenfijlle umwa1lte, aber abgefchlagen auf der Schüffel liegende 
Haupt Johannes des Täufers beweift 
  bei feiner 1ionardesken Mode1lirung 
is, il. und Huff1gen Malweife, dafs Bramans 
  H tino fchliefslich zu den Nachfolgern 
 O  I  da Vinci7s gehörte, deren übrige, 
.2 zZsliFjZ   IT: wie Andrea Solario, in diefem Abs 
L    F fchnitte nicht mehr befprochen wers 
 N  W den können, weil f1ch bei ihnen nicht, 
  J M wie Bramantino, eine altmailändifche 
W  Jl;3    Jugendepoche nachweifen läfst. 
    .3jUJsT L XX Uebrigens machte der EinHufs 
  ,,x    L    X der älteren l0mbardifchen Schule lich 
:3,,sE4    U H M  Ä  bis Piemont und Genua bemerks 
 ss;;Jx,9  U  ,     M,  bar. 1n Turin begegnen uns einige 
  T     i. l   Hauptbilder des GiMZzmm 672sx2szJZ2mJ2Z, 
        Hi , Cl welche zwar erfk im fechzehntenJahrs 
  .  W hundert gemalt find, aber ihrer Fors 
    UT Ell: menfprache und Empfindung nach 
 X  J noch einer weichen Richtung des 
 ,;J Eli    zZ,i Quattrocento angehören. Sein fchöns 
:      J  H ftes Werk, eine Anbetung des Kindes 
 U; , ,  F;  , cflCurcl1nl:XlT11s1a unldhJofeph En1h0her 
  J L.   I uppe la e, we c e noch ec1s ans 
     J  N, , Z, dere He1l1gengefialten fullen, befindet 
 W X  rlHii;llW:.  H lich in der Sammlung der dortigen 
 N   Akademie. Doch zeigt auch diefeS 
,;9   kein volles Gleichgewicht zwischen 
Hi gis ,   Wollen und Können. Auch JIJzm7.Jzc1 
CJXss:sR,s   xiLs4ZFzz, von dem übrigens das Städe1E 
wiss THE  HV fc:he Institut zu Frankfurt ein recht 
Fig, 238. Mackin0 c1sA11;2: würdiges, wenn auch nicht voll hars 
Die hh. Ludwig und Paulus. Turin, Galerie. m0k1jfChes Altarblatt besitzt, kann man 
am besten in Turin kennen lernen. 
Er ifk strenger in den Formen und im Ausdruck, leuchtender und tiefer in der 
Farbe. Einen AltarHügel dessMeiPcers in der Turiner Ga1erie von I 506 mit den 
Gestalten der Heiligen Ludwig und Paulus giebt unfere Figur 238 wieder. 
Vielleicht fein fchöniIes Werk, zugleich fein frLiheft bezeichnetes Bild, eine 
Madonna mit Heiligen von 1496, bef1tzt aber die Certofa von Pavia1J. 
Ueber 
Meister vergl. 
beide 
l,iZMZ, 
Geschichte 
Malerei U 878J I,
        

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