Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Malerei der Renaissance
Person:
Woltmann, Alfred Woermann, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1235000
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1237941
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Schulen. 
Der Süden. 
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Heiliger O. Der stattlich ausgebauten Compos1tion hat der Künstler den grössten 
Fleifs zugewendet, wenn es ihm auch nicht gelang, alle Gestalten klar genug 
zu entwickeln, und wenn auch namentlich manche Engel in der Gewandung 
verworren, in der Bewegung geziert sind. Einfacher und daher harmonischer 
durchgeführt ist die Himmelfahrt Maria7s mit vier knieenden Heiligen, eine 
halbkreisförmige Freske von I5I2, in S. Martino bei Trevi2J. Der Commus s.X4rFrvtii.m 
nalpalast enthält eine für dieselbe Kirche gemalte grosse Altartafel, die .Krös Comas;k:Ess1s 
nung Maria7s, nach dem Muster des Bi1des in Todi, über die der Contract im P  
Jahre I522 geschlossen wurde II. 
Gix1;27zzimZzz Cd. h. 67zioz1zz7z7zi lVZcwZczJ di Pack: aus Cittä della Pieve lässt sich Gi2kmicpt:i. 
seit I493 in urkundlichen Nachrichten über Aufträge verfolgen und starb am MMmi 
27. October I544. Sein Allerheiligenbild aus S. Domenico, jetzt in der Pinas Pckugi2, 
kothek zu Perugia, unten eine Schar von Heiligen, um Petrus, Paulus und PmaMMi 
Sebastian gesammelt, in der Höhe der Heiland zwischen Maria, dem Täufer 
und Engeln 4J, ist ohne sichtliche Eigenthümlichkeit ganz im Geiste und in den 
Formen der Schule gehalten, aber vertritt diese würdig bei stilvoller Zeichs 
nung und Compof1tion. Im Jahre I5I5 übernahm Giannicola die Ausmalung 
der Capelle am Cambio, die erst I529 vollendet wurde: am Gewölbe Gott 1j22k..gj2, 
Vater mit Engeln, Aposteln, Evangelisten, Kirchenvätern, an den Wänden die Wohle. 
Liegende Jol1annis des Täufers, und zeigt hier eine ausgesprochene Hingabe an 
den sl0rentiner Stil des I6. Jahrhunderts, besonders an x4Jm7zm des Ferse. 
Die Maler, die einen solchen Schritt in einen neuen Stil nicht zu thun 
im Stande sind, sondern die Manier ihres Meisters immer fchwäch1icher sorts 
setzen, wie IYZJk7sio aZ7ljfjZ, FzJzzZszZzZo Hi, Esset; di  sollen uns nicht ä:uF1;i0 as 
weiter beschäftigen. E;zJZFjo di .FzzJsz 67iwXgii2, der urkundlich von I50I bis  www. 
I527 in Perugia vorkommt und sich in Inschriften E2zJeFzizzF Px2i7MJezz.r nennt, 
nimmt dadurch eine besondere Stellung ein, dass er zwar von der Richtung 
Pzs7szJz;sziIzo7F ausging, sich aber auch derjenigen des PziJ2Zms2icxJzziu, von dem wir 
gleich reden werden, zuneigt, von diesem sogar bei seinen Malereien in Siena 
beschäftigt wurde. Das einzige Werk, das Vafari von ihm anführt, ist eine 
Anbetung der Könige aus Sant7 Agostino, jetzt in der Pinakothek zu Perugia III. P2kugi2, 
l507 find die Fresken in S. Damiano bei Afs1H, die Verkündigung Maria7s und PmTcrZi2:Lai 
die Stigmatisation des Franciscus, datirt. Von I5o8 rührt eine Anbetung der S. D3mW0O 
Könige in S. Pietro fuori le mura zu Perugia her Cl, dem Bilde aus Sant7 Agos  
stino verwandt. Die thronende Madonna mit dem Kinde, dem J0hannessk,J;J:1TIZZa, 
knaben und vier Heiligen in der Franciscanerkirche zu Mateliea bei Fabriano, 1x1M1;.,z, 
mit dem Namen und der Jahreszahl I512 bezeichnet, nähert sich schon Rass S7FWceW 
faelischer Empfindungsweife, ist dem neuen Stil entsprechender und besons 
ders kräftig in der Farbe. 
Gc2Jsz.Mo II PFpjzz, dessen I 5o2 datirtes Leinwandbild, eine Fahne mit der dFs;;til;sF5a. 
Mutter Gottes, die aus Anrufung ein Kind vor dem Satan errettet, in Santl  
di 
lJ Ebenda Tf. 27. 28. 
2J Ebenda Tf. 31. 
3J Gi0rn. di erud. art. III, S. t74. 
4J E. FZJJZeJs a. a. O. Tf. 35. 
sJ E. J7äJjJZeJs, Denkm. it. M. III, Tf. 
6J Ebenda Tf. 38 ff. 
Hals Raphae1TJ.
        

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