Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Malerei der Renaissance
Person:
Woltmann, Alfred Woermann, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1235000
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1237818
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Drittes Buch. 
Abll1ejl11t 
Zweiter 
fchnitl. 
aus der Kindheitsgefchichte Chrifti an der Predella, befindet lich in S. Mes 
Akcevi22. dard0 zu Arcevia, einem Bergftädtchen bei Saffoferrato. I512 ist das Abends 
c0k10k22, mah1 Christi, als Cultushandlung aufgefafst, im Dom zu C0rtona datirt, mit 
Dom. fchöner Abftufung der Bewegungsmotive, auch in der Farbe anfprechend. 
1n1 Jahre I515 fchlofs Luca den ContractIJ, dem franzöf1fchen Arzte Alovif1us 
de Rutanis für feine Cape1le in S. Francesco zu Montone ein Altarbild aus 
Freundfchaft, gegen blofsen Erfatz der Auslagen und gegen das Versprechen 
ärztlichen BeiPcandes in Krankheitsfällen zu malen. Das Gemälde, eine Kros 
nung Maria7s mit vier Heiligen, befindet f1ch heute im Palazzo Mancini zu 
 Cittä di Caftel1o. I 5I6 ward die Kreuzabnahme in Santa Cr0ce zu La Fratta 
La Prata. bei Perugia vollendet, fchlecht erhalten aber höchst fl:udirt in der Compos 
f1tion 2J. I52o beendigte der greife Meister das A1tarbi1d für die St. Hieronys 
Pi:xak1JkH;k mussBruderfchaft zu Arezzo, jetzt in der dortigen Pinakothek, und kam zu 
.deffen Auffie1lung felbfi nach Arezzo, wo der Knabe Vafari ihn als Gast 
feines Elternhaufes kennen lernte. Es zeigt die thronende Madonna, von 
Engeln umgeben, zwifchen stephanus und Donatus, tiefer St. Nicolaus mit 
dem knienden Stifter Niccolo Gamurrini und St. Hieronymus; zwifchen ihnen 
der f1tZende David, den Pfalter fpielend, nebst zwei Propheten; das Ganze 
Pcreng aufgefafst, voll edler Motive, aber hart in der Farbe. Noch in feinem 
Todesjahre, am I4. Juni 1523, en1pHng er endlich die Zahlung für eine Krös 
F0j2s1o nung Maria7s in der Collegiatkirche zu Fojano bei Cortona. Wenn auch durch 
die neue Entwickelung der Kunft bei Seite gedrängt, blieb er doch bis zum 
Ende unermüdlich und Ach fe1ber treu. 
Perugino 
und 
Pinturicc:11io. 
Pietr0 
Perugin0. 
Ein ähnliches LooS wie F2;gs7zw4kZZi hatte PkisI4gzJzo, der mit diefem in dem 
gleichen Jahre starb, indem auch er nach glänzenden Erfolgen und ruhmreicher 
Thätigkeit doch im Alter in eine befcheidenere Stellung zurücktreten mufste. 
Ein Bahnbrecher war er freilich nie gewefen, obgleich der gröfste Maler der 
Hochrenaiffance, Raphael, aus feiner Schule hervorgegangen ist, aber er hatte 
lich dadurch eine beftimmte P0f1ti0n gefchaffen und ein Pub1icum gesichert, 
dass er, in den Traditionen der umbrifchcn Schule aufgewachfen, lich zwar 
auch der Florentiner Bildung hingab, doch nur um mit Hilfe derfelben die 
umbrifche GefLihlsweife, ihre religiöfe Wärme und EmpHndsamkeit in ein 
n1oderneres Gewand zu kleiden und dadurch weiteren Kreifen mundgerecht zu 
machen. 
PzZsZw IZmzzicx2i, genannt PzZ:2Zw Pemgi7m TO, wohl weil er in Perugia feine 
Jugends und Lehrzeit durchgemacht hatte und auch zunächfi dort gelebt und 
gearbeitet hatte, war doch nicht hier, f0ndern im Jahre I446 Zu Cittä della
        

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