Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Malerei der Renaissance
Person:
Woltmann, Alfred Woermann, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1235000
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1237516
ZWEITER 
ABsCHN1TT. 
Die 
t0scanischsumbrischen 
Schulen. 
Der 
Süden. 
Die 
Schule 
V0l1 
Siena. 
Siena.  er glänzende Kunstaufschwung in Florenz kommt keineswegs dem gans 
zen übrigen Toscana zustatten; namentlich die grösseren Städte dess 
   selben zählen in der Geschichte der Malerei kaum mit, so Siena, wo 
zwar in Plastik und Architektur auch jetzt Hervorragendes geleistet wird, aber 
die Verkummerung der Malerei durch das ganze 15. Jahrhundert fortdauert1J. 
Die Maler sind unfähig, von schematischer Nachahmung älterer Typen und 
Motive abzugeben. 1hnen mangeln das Naturftudium und die theoretische 
Bildung der Florentiner, damit die gründ1iche Kenntniss des Körpers und die 
Kenntniss der Perspective. Dabei ist ihre Geschmacksbildung eine dürftige. 
Der einzige Vorzug ihrer Leistungen besteht, namentlich bei Tafelbildern, in 
der immerhin präcifen, sauberen, aber meist geistlosen Ausführung. 
Dammes di Es lohnt sich kaum, auf die einzelnen Meister einzugehen. J2x2Mx72jm sie. 
BM010i BzzJ7knZo, aus Asciana gebürtig und bis I444 zu verfolgen, wird namentlich 
durch sein grosses, bezeichnetes und 1438 datirtes Altarwerk in der Pinakothek 
 zu Perugia, aus S. Giuliano daselbst, charakteris1rt,: die thronende Madonna 
imit vier Heiligen und der knieenden Stifterin; Halbsiguren in Giebeln, an der 
Predella Bilder aus der Geschichte Johannes des Täufers, die faft das Beste 
 sind; oben ist bei strenger Anordnung das Asketische der männlichen, das Ges 
zierte der weiblichen Heiligen auffallend, die Formen sind schwach, die Ges 
wänder hart. Noch geringer sind seine Wandbilder in dem Pellegrinaio fder 
 des Hospitals S. Maria della Scala in Siena. Fz2kfsxJ2o Ziff Gios 
 genannt FczJezm, gestorben 1450, der 1447 die Krönung der Jungfrau als 
Wandbild an der Porta Romana ausfuhrte und hier bei steifer Anordnung 
 durch die hageren, grämlichen Typen abstösst, ist fast noch alterthijmlicher. 
 Bei Fasse sie. PzkzW, geboren I4o6, gestorben 148I, ist dieser streng kirchliche 
cFai1eek;YL; Stil, wie seine zahlreichen Bilder und Altarwerlce in der Galerie zu Siena zeis 
II Urkundliches Material bei GzcgZieZy;w cieZZ;z 1XgZZe.s Lettere sanesi, 3 Bde. 
und namentlich in C. ZlIiZemqji: Documenti per la storia cIe117 arti: Senese. 2 Bde. 
fi.iHrIiche Be11andlung der Schule bei Cmwe2 und cx22Jc1JmJeZJ;2, IV, S. 56 ff, 39I. 
Venedig 1782 K. 
Siena 1854. Auss
        

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