Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Malerei der Renaissance
Person:
Woltmann, Alfred Woermann, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1235000
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1236992
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DIittes Buch. 
Abtheil.ung. 
Erster Abfcl1nitt. 
in Angriff genommen wurde, und zu dem Cosmo von Medici grofse Summen 
fpendete, hielt der Maler in der Decoration der Räume gleichen schritt. 
Kksu2g2k.g. Im vorderen Kreuzgange find nur wenige Bilder, namentlich einige Spitzs 
bogenlünetten erhalten, die heute von Malereien im BarocklIil, einer bunten, 
lärmenden Gesellschaft, umgeben lind; dennoch fühlt man lich vor Fra Gios 
vanni7s schöpfungen fofort gefammelt. Drei Lünetten enthalten die Ordenss 
heiligen Dominicus, Thomas von Aquino und Petrus Martyr, der letzte mit 
bannendem Blick, den Finger an den Lippen, um anzudeuten, dafs fchweigens 
der Geh0rfam in diefen Räumen geboten fei. Ein etwas grösseres Bild, dem 
Fig.  X 
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Eingang faFc gegenüber, zeigt St. Dominicus, der den Stamm des Kreuzes 
umfasst; alle feine Vorstellungen gehen auf in dem Leiden des Herrn, das er, 
zitternd vor Inbrunst, in lich durchlebt. Die Lünette über dem Eingange zu 
der Forefiiera, der Pilgerherberge, enthält eine von Fra Angelico7s fchönfien 
Erfindungen: Liebevoll l1eifsen zwei Dominic:anersBrüder einen Fremdling im 
Pilgerkleide willkommen, und flehe, es ist der Heiland felbfl. So poetifcl1 ift 
shier die Verheifsung ausgedrückt: oWas ihr dem geringsten eurer Brüder thut, 
das habt ihr mir gethanu CFjg. I79I. Vom Kreuzgange aus betritt: man den Cas 
c2pik21r221. pitelfaal,in welchem des Meisters gröfste Schöpfung die Hauptwand füllt: chriPcus 
zwischen den Schächern am Kreuze, links unten die Gruppe des Johannes und 
der Frauen, ferner Johannes der Täufer, der f1tzende Klolkerpatron St. Marcus, 
Laurentius, Cosmas und Damianus, die Patronc des Haufes Medici CFig. 180J,
        

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