Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Malerei der Renaissance
Person:
Woltmann, Alfred Woermann, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1235000
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1236863
Die Florentiner Schule. 
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PekfpectjVe entgegen, wie das die R0tunde mit CaffettensDecke auf dem ersten 
Bilde dek Katharinenlegende, ferner das Gemach bei der Disputation, dann 
die Renajff;,mce.Architektur des Hintergrundes auf dem folgenden Gemälde 
zeigen. Aber die Linienperfpective macht, abgesehen von manchen Unlichers 
heiten, noch zu fehr den Eindruck des künstlich Conftruirten, Mechanifchen, 
die entsprechende Ausbildung der Luftperfpective und damit das h;xkm0nifche 
Verhältnifs zwischen Menfchen und Räumlichkeit Hi noch nicht erreicht. 
An diefes Werk fchliefsen Ach, auch in Hinsicht des künftlerifchen Stils, F10k2:u2, 
Maf01jn07s Bilder in des Bk8I1CaCcisCape1le an 1j., Die drei Liinettenbilcler FTr;,nTll1FI 
ca, b, c;, die Vafari zunächPc als feine Arbeiten nennt, Berufung von Petrus BWMcL 
und Andreas, Petri Verleugnung und Reue, die Junger im Sturme zu Schiffe, 
nnd ZUgkUVde8egaUgCUs Aber Zwei andere Bilder aus der Petrus1egende die 
den GegenPcand des ganzen Cyk1us bildet, find fein Werk: das gr6fsere eben 
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Fig. 172. Die BrancaccjsCapeIIe. 
an der Wand rechts Cz, 2J, welcl1eS die Heilung des Lahmen und die Erweckung 
der Tabea vereinigt CFig. 173J, und ein kleineres C4J an der Fenfterwand, Petri 
Predigt; ebenfo eine Darftel1ung, die bei Vafari unerwähnt bleibt, der siindens 
fall, oben rechts am Pilafier C1.g Fig. I75J. Die Behandlung des Nackte11 
ist hier in Mode1lirung und Proportionen ein Refu1tat deffelben Studiums, 
das uns auf der Kreuzigung zu S. Clemente entgegentrat. Die anderen beiden 
Bilder stimmen mit den dortigen auch in der Gewandung, im Charakter 
der Köpfe überein. Das grofse Bild zerfällt freilich in zwei ganz getrennte 
Handlungen und iPc auch in der Compof1tion zerk1uftet; die Geberdenfprache 
ist nicht ganz über das Conventionelle erhoben; doch um der Verkürzung 
Willen rühmte bereits Vafari den Lahmen. Das forgfältige Studium der Liniens 
perfpective tritt im Hintergrunde deffelben Gemäldes hervor, obwohl dem 
Kunfiler noch nicht geglLickt ist, für alle Gebäudegruppen denfelben Auge11s 
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