Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Malerei der Renaissance
Person:
Woltmann, Alfred Woermann, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1235000
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1236290
DRlTTER 
ABsCHNITT. 
Die 
Schulen 
deutschen 
des 
15. Jahrhunderts. 
Die 
deutfchen 
Schulen 
V0k 
dem 
flanc1rifchen 
Einflufs. 
E. ährend in den Niederlanden der künPclerifche Umfchwung ein grs.inds 
il licher und folgerichtiger war, und der Realismus zu voller Ausbildung 
 gelangte, bewegte Ach in den meisten deutfchen Gegenden die Malerei 
noch lange Zeit wefent1ich im alten Gleife, machte aber innerhalb des übers 
lieferten Stils gewiffe Fortfchritte im realifkifchen Sinne. Die herv0rragendfie 
Schule war, foweit die erhaltenen Denkmäler erkennen laffen, die Schule Schule W 
von Köln. Kam. 
Das Hauptwerk diefer Schule ifi das fogenannte Dombi1d, ehemals der  
Hochaltar der Rathhauscapelle, die im Jahre I426 auf der stelle der 
ehema1igenJudenfchule gegründet und der Mutter Gottes gewidmet worden war II. 
Während wir hieraus ungefähr die Entftehungszeit der Bilder abnehmen können, 
erfehen wir den Namen des Meisters aus der Stelle in Dürers Tagebuch feiner 
niederländifchen Reife: s1ltem hab 2 weifs pf. von der Taffel aufzufperren 
geben, die MaiPcer steffan zu Coln gemacht hats 2J. Aus den Kölner Schreinss ,1;1e;Hc, 
buchern hat f1ch die Perfönlichkeit diefes Meifters mit einiger Wahrfcheinlichs 5WhM 
keit ermitteln 1affen. Es kommt ein Maler .s7ej2Xzx17z LwJm2g7s aus Conftanz vor,  
der I442 das Haus Roggendorp zur Hälfte erwarb, I444 nach Verkauf diefes 
Bef1tzes, zwei Häufer bei St. Alban an f1ch brachte, zweimal, I448 und I45I, 
von feiner Zunft in den Rath gewählt wurde, was für ein befonderes Anfehen 
fpricht, und 145I während der Amtsführung fiarb7EJ. 
II Urkunde bei ÄJggZeyO, lcl. Schriften, II, 295. 
2J Dass diese Stelle aus den Altar der Rathl1auscapelle Bezug hat, wird dadurch wahrscl1einlicl1, 
dass derselbe in alter Zeit 11ochberiihmt war. CwJsg Bm7m in feinem Stäjdtebuch, 1572, sagt von 
dieser capel1e: In quo Csc. sacelloJ tabu1a. tanto artisicio facta conspicitur, utseam exce1lentes pict0kes 
    
3J  J. l1Iz7sZz1 : Die Meister der altkö1nischen Malersc11ule. Köln 18s2, S. 108. 200. Als Msk107S 
früheres Buch: Nachrichten von dem Leben u. den Werken Köln. Künstler, I850, erschien, hatte et 
diesen Fund noch nicht gemacht; vgl. daselbst S. 437. Ergänzend Dr. E2mm, Dombl:1tt, 5. Deo. 
1857 und 4. Juli 18s8, mit dem Nachweise, dass der Name LnxJmms lautet. nicht lIae;7;.emIy, wie ZWsZrs
        

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