Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Malerei des Alterthums
Person:
Woermann, Karl Woltmann, Alfred
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1229470
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1230616
rölnifchc Malerei 
griechifche und 
Die 
nach den 
Schriftquellcla. 
verfchwenden, fondern Reitergefechte und Seefchlachten malen folle u. 
 f. w. 
Im Einzelnen werden feineFrauen und feine Hunde, wie überhaupt feine 
Thiere befonders gelobt. _D1e LIÜIC feiner Werke, die uns überliefert ift, ent- 
hält in der That C1116 Relhe von Frauengeftalten; doch ifi; es nach der aus- 
g-Iefproähenen Tendenz deshlllleiftärlsgvahrfcheinlich, dafs diefelben nur die 
aupt guren 1n gro sen, 1 ren yt en ent ehnten Darflellungen gewefen. 
Bezeichnet doch Plinius felbft feine Gemälde de Kl f I A d d 
aufser einem Alexanderbilde, als grofse, fodafs rmaif 330131, ailwhäersläieufij 
dlefe felen Temperatafeln gewefen, wogegen die vorhergenannten im Gegen- 
fßflfl  als (bekanntlich kleinere) enkauilifche Wachsgemälde anzufehen 
waren. ierher wurden z. B. fein Hyakinthos, fein Dionyfos, merkwürdiger 
Eliägänäulcih {EIDE viielleiclg: fchon läecht landfchaftlich behandelte Nekyia, von 
ern a er eine anae un f  b "h t ll "f h  
Nemea gehören. Von letzterem iPc eselfbgainauzldreficliliiläoljeljasxsitGilrzijfzlllNikciis 
es durch die InfChTii-t, C1" habe es ueingebranntn, felbft als enkauftifches Werk be- 
zeichnet. Von dem I0-Bilde des Nikias ift, wie Engelmann 1) ausgeführt hat, 
mogllcllef Welfe eine Reproduction in verfchiedenen pompejanifchen Wand- 
äemalden und (Volmändlger) in einem Wandgemälde vom Palatin in Rom er- 
alten. (Fig. 9.) 
Nikias fcheint Alexander den Groflsen überlebt zu haben. Ueberhaupt 
äagten die Jungfien Vertreter der {ikyonlfchen und thebamfch-attifchen Schule 
ereits in die Zeit des Hellenismus, wie wir die nach Alexanders des Grofsen 
Tode kosmopolitifch und international gewordene griechifche Cultur nennen, 
herüber. Gle1chWohl wurden diefe KünPcler beffer in dem genannten Schul-  
zufammenhange befprochen. 
Neben ihnen, gleichzeitig mit Alexander dem Grofsen, dann noch unter Künftler ll 
deffen Nachfolgern lebten noch einige andere hochbedeutende griechifche Zcliläleääll: 
lgfälerghdie als nach fpteciüfchere Repräfentanten der beginnenden Neuzeit des 
er ums anzu e en 1nd., 
 An der Spitze diefer äneren Künftlerreihe fleht Apelles, der unter den Apcllcs. 
wäälgüläejruhmteä aklt-grischifchen Malern zweifelsohne der berühmtcfte ift. 
s wur e ein l amc im Alterthume ebenfo oft als Inbegriff aller 
malerifchen Vollkom 1 't       
   weäsaisizätäirlgxitiäriäiils 12; deiäeuesii  
Die neuere Forfchun an d f h  BP gen Cn u ertra pe esq. 
Wuümann Ste ha g, d er 1c in ezug auf-Apelles neben Brunn befonders  
diefes jedeßnfauspauglerällßld lilenlndoriqz) {äetllfilllät haben, hat die Bedeutung 
en 1c en ün ers nä er zu räciflren gefucht der- 
felben zum Theil auch t P   '  
dabei, in Apelles den läaxfvfiäl eggsrilligrciiflifliiqs äialzoäiifen DlcleieEArifclleräxieüieerrl Sälgfihißlnit: 
gleichen ihn lieber mit Correggio. Natürlich können fblche {Tergleiche einerfeits Stläüiiäg 
nur 61118 muthmafsliche, andererfeits nur eine annähernde Richtigkeit bean- 
I) Arch. Ztg. 1871, S. '37, Taf XXX.  lzlelbig: Unferfuchungen S. 14'! 5-   
2) Brzum: Gefch. der griech. Künßler II, S. 202 ff.  Derfelbe in [Vleyefs lfunfilerleriukofx 
n, S. 164-167.  G. Wußrzzalm: Apelles Leben und Werke, Lpzg 1370.  Deffelbe m Fleclfelfäns 
Jahrbüchern 1870 S. 785-794.  Steplzani: im Compte-Rendu 1870 11' 187L  Bennawf: m an 
Mittheiluxmgen des deutfchen, arch. Inft. zü Athen I, S. 51.
        

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