Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Malerei des Alterthums
Person:
Woermann, Karl Woltmann, Alfred
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1229470
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1230433
ERSTER 
ABSCHNITT. 
Die 
griechische 
und 
römische 
Malerei 
nach 
den 
Schriftquellen. 
 ie Anfänge der griechifchen Malerei {ind in Dunkel gehüllt. Doch ift Anfänge der 
es wahrfcheinlich, dafs bunten gewirkten Stoffen eingewebte und auf- gäfäiiäfile" 
  geftickte DarPrellungen die erüen Flächenbilder gewefen, welche die gfiäigälgienli" 
Griechen der auf diefem Gebiete uralten KunPrinduPcrie der afiatifchen Völker 
nachgeahmt 1). Homer erzählt in der Ilias von folchen künftlich gewebten 
Gewändern der Helena und der Andromache und von dem Schleier der Hera, 
in welchen Athene nmancherlei Wundergebildu gewirkt. Aus der Odyffee aber 
erfahren wir von wprangendem Stickwerku vorn am Gewande des Odyffeus. 
nZwifchen den Vorderklauen des wildanftarrenden Hundes 
Zappelt ein Heckiges Rehchen; und Jeglicher fchaute bewundernd, 
Wie, aus Golde gebildet, der Hund anftarrend das Rehkalb 
Würgete, aber das-Reh zu entfliehn mit den Füfsen fxch abrangm 
Stilifirte Thierreihen, Pflanzenornamente, aber auch Thierkämpfe, Jagd- Oiiäxrliäilriü- 
und Schlachtfcenen haben wir uns als den Inhalt diefer Darftellungen zu denken, Charakter. 
deren Stil im Wefentlichen der weftafiatifche gewefen fein mufs. Diefe Anfänge  
liegen freilich, obgleich erhaltene Werke der Gefäfs-Induftrie fie beitätigen, in 
fagenhafter Ferne; aber auch noch in hiflorifcher Zeit treten uns die berühmten Aiärü und 
TeppichweberAkqfas und Helikzm unter den älteften überlieferten Künftlernamen H m 
entgegen. Es wurde uns jedoch hier zu weit führen, diefe und verwandte 
lnduftrien im Einzelnen zu verfolgen. Wir müffen uns fo gut wie ausfchliefs- 
lich an die wirkliche Zeichnung und Malerei mit Stiften und Pinfeln halten. 
Verfchiedene alte Schriftfteller theilen uns ihre Gedanken über die Ent- Aniekdgjten- 
ftehungsgefchichte diefer wirklichen Malerei und Zeichnung mit. Vom Schattenrifs giigfljligigtgg- 
laffen fie die Kunfi beginnen, indem entweder ein griechifcher Jüngling den clviälerael." 
Schatten feines Pferdes in der Sonne umriffen oder eine Jungfrau beim Abfßhied 
von ihrem Geliebten deffen vom Lichte an die Wand geworfenes Schattenbild 
Malerei n 
uArchäologie der 
S. 275 folg. 
I) Nach Bötliger, dem Verfaffer der 
befonders Sempefx Ausführungen: Stil, I. 
(Dresden 
man 
1 8 1 I) , vergleiche
        

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