Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Malerei des Alterthums
Person:
Woermann, Karl Woltmann, Alfred
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1229470
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1234925
Mittelalter. 
fpäte 
Das 
Die Völker des Islam. 
483 
innerhalb eines gefchmackvollen Arabesken-Randes ausgeführt. Dann folgen 
69 Vignetten zu den einzelnen Makamen. Die Proportionen find kurz, die 
Köpfe grofs und Rumpf mit unförmigem Ovale, gefchlitzten Augen, formlofer 
Nafe und oft verfchwindend kleinem Munde. Die Umriffe lind im Nackten 
roth, die Gewandung ift vollkommen fiillos, die Stoffe find reich gernuftert, 
die Farben prächtig aber fchwer bei gänzlichern Mangel an Schattirung und 
Modellirung. 
Auf höherer Stufe {tehen viele perfifche Handfchriften feit dem I6. jahr- 
hundert, in welchen gröfsere Beobachtung der Wirklichkeit und fiärkere An- 
näherung an die Kunft der chriftlichen Welt hervortreten, und ein ähnlicher 
Sinn waltet, wie wir ihn in den Alhambrabildern gefunden. Da werden, etwa 
in dem Fünfer des Scheich Nizämi 1), Jagden und Kämpfe, behagliches Genufs- 
leben, Liebesfcenen mit dem Reize novelliftifcher Schilderung in fchlanken 
Figürchen mit zierlichen Motiven behandelt. Die Pferde flnd befonders fauber 
und gefchickt, und trotz des Mangels an Perfpective ift doch die A-usbildung 
der Scenerie itets zart und gefällig. 
An diefer Stelle würde auch die Malerei der oftafiatifchen Völker, der 
Chinefen und japanefen, zu behandeln fein, wenn wir nicht darauf verzichteten 
fie in den Bereich unferer Darftellung zu ziehen.  
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