Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Malerei des Alterthums
Person:
Woermann, Karl Woltmann, Alfred
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1229470
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1233841
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Buch. 
Zweites 
Periode. 
Zweiter 
Abfchnitt. 
Gegenfatz gebildet und inmitten der ernporftrebenden Gliederungen des ganzen 
Bauwerkes eine ruhige Fläche hergeftellt. Jetzt wurde diefe Anordnung ver- 
laffen und durch einen architektonifchen Aufbau erfetzt. Im Untertheile des 
Fenfters bildete derfelbe Arcaden und Hallen, um die figürlichen Scenen oder 
Einzelgeftalten einzufchliefsen, die wefentlich auf diefe Stelle befchränkt blieben, 
dann wuchs er mit fchlanken Säulen, Strebepfeilern, durchbrochenen Spitz- 
giebeln und Fialen weiter in die Höhe, und nur hinter ihnen blieb die Teppich- 
muflerung noch als Grund übrig (Fig. III). Während in den Hintergründen 
bisher das dunkle Blau, das man Saphir nannte, vorwog, fpielt jetzt das Roth 
eine größere Rolle. 
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III. 
Fenfler aus 
Königsfelden. 
Aus' Rahm. 
Kein franzölifches Denkmal zeigt diefen Stil in fo eleganter und vollen- 
deter Durchbildung wie die gegen 1320 eingefetzten Fenfler des Domchors in 
Köln 1). Hier behauptet {ich zwar auch noch eine blofs teppichartige Muiterung 
in rein mufivifcher Behandlung und ohne Figuren in den unteren Fenftern, 
den Triforien, theilweife felbft in den Oberfenflern; daneben aber tritt das 
neue Princip in einer Entwicklung auf, die der folgerichtigen, fchönen, bei- 
nahe fchon auf die Spitze getriebenen Ausbildung aller Formen in dem Bau- 
werke felbPr entfpricht. Die unteren Arcaden enthalten innerhalb diefer ge- 
malten Architekturen die Könige von Israel, im Mittelfenfter aber die anbetenden 
et les arts 
Gaillzaöaud, Tarchitecture 
qui en däpendent, II. 
Sclzmitz  
Der Dom 
zu Köln.
        

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