Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Malerei des Alterthums
Person:
Woermann, Karl Woltmann, Alfred
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1229470
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1233632
fpäte 
Mittelalter. 
Miniaturmalerei. 
357 
Passionale der Prin- 
zeffin Kunigunde, 
Aebtiffin von St. Georg 
in Pragl). Auf dem De- 
dicationsblatte mit der 
thronenden Aebtiffin er- 
fcheinen der Dominica- 
ner Colda als Verfaffer 
und der Kanonicus Be- 
vzeßius als Schreiber des 
Buches. Dann erläutern 
kleine Randzeichnungen 
die Parabel von einer 
Braut, die vom Räuber 
fortgefchleppt und in den 
Feuerofen geftofsen, dann 
von ihrem ritterlichen 
Freunde befreit wird, der 
den Räuber befiegt (Fig. 
104) 2). Das Wappen des 
Ritters, mit Kreuz und 
Paffionswerkzeugen, geht 
vorher. Auf eine Ein- 
leitung, die von Eva's 
Erfchaffung bis zum Sün- 
denfalle geht, folgt eine 
ausführliche Darfiellung 
vom Leben und Leiden 
Chrifti; zuletzt kommen 
allegorifche Darftellun- 
gen zu einer im Jahre 
1314 angehängten Schrift 
über die himmlifchen 
Wohnungen. Die Tech- 
nik ift hier keine franzö- 
fifche, vielmehr eine 
breite, durchüchtige Ma- 
lerei inWafferfarben, mit 
dem Pinfel fchattirt. Die 
Gefialten lind fchlank, 
1) Prag, Univerütätsbiblio- 
thek XIV A I7  Wocel, Mit- 
theil. d. Centr. Comm. V (1860) 
S. 75, mit Abbildungen. 
2) Auf unferer Abbildung 
iü: die letzte Scene, die Krönung 
der Braut, fortgelaffen. 
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Fig- 104. Die Parabel vom Räuber. Aus dem Paffxonale der Kunigunde.
        

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