Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Malerei des Alterthums
Person:
Woermann, Karl Woltmann, Alfred
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1229470
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1233012
Das hohe 
Mittelalter. 
Mofaik, 
Kunß, Wand- 
textile 
und T afelmalerei. 
29.5 
berg zu Salzburg, alle hager, ganz von vorn, mit fpitzem Oval, in reicher Salzburg, 
priefterlicher Tracht, in gemalten Nifchen von einfacher Architektur 1). 
Die meiften Ueberbleibfel in Deutfchland gehören erfi der Blütezeit des 
romanifchen Stils, dem fpäteren I2. Jahrhundert, dann der erPcen Hälfte des 
13. an. Manche der wichtigften Denkmäler findet man in den Rheinlanden. 
Ein zufammenhängender Cyclus füllt die Unterkirche zu S chwar zr heindorfQ), Schwarz- 
und zwar nur die Oiicpartien derfelben, fo dafs alfo die Bilder offenbar entflanden rhelndoyf" 
fincl, ehe diefe 1151 vollendete Grabkapelle des Erzbifchofs Arnold von Köln 
gegen 1156 ihr weftliches Langfchiff erhielt (Fig. 84). Die Halbkuppel der Apfis 
(I) enthält den fitzenden, lehrenden Chrifius in einem Runde, ihm zu Füfsen 
zwölf Apoitel und Evangelifien in 
zwei gutgeordneten Gruppen, deren    
einer fich ein fiehender Bifchof, wohl   _    
der Stifter gefeilt, (Fig.85). An der  6 I ß e- 
Wand der Concha fitzen die vier   
Evangelifien an ihren Pulten, über   
ihnen erfcheinen ihre Symbole    2  3  
eine ähnliche fitzende Geftalt am    
Schreibepulte ifi aufserdem noch in       
einer Wandnifche (e) zu fehen. Das   I9  i 
Kreuzgewölbe im anftofsenden Lang-  x 5  
chor, bei dem die Bilder nur noch  I3 QM  
an zwei Kappen (2, 3) erhalten find,  IX xi  
Pcellt die Vifionen des Propheten   f "   
Ezeßhißl derß), die dann in den Vier  
gröfscrcn Feldern des Vierungsge-  1h   
wölbes, rings um die Oeffnung zur  m  
Oberkirche, in feinen Weisfagungen  
Von dem neuen Jerufalem (1549)   
gipfeln: Der Engel des Herrin eine Fig. 84. Unterlairche zu Schwarzrheindorf. 
Gefialt wie Erz, im Bilde eine Krieger- 
Iigur, im Thore der Stadt; das Meffen der Ringmauern; das Verföhnungsopfer 
am Altar; der Einzug des Herrn durch das Oftthor. An den vier Gurtbögen, 
welche diefe Abtheilung einfchliefsen, erblickt man Ornamente und öfilich 
Medaillons mit Köpfen. Die Halbkuppel am Ende des weltlichen Armes über 
dem ehemaligen Eingange zeigt die Vertreibung der Wechsler aus dem Tem- 
pel  entfprechend ift in der füdlichen Halbkuppel, neben und über einem 
einfchneidenden Fenfter, ChriPci Verklärung  in der nördlichen die figuren- 
reiche Kreuzigung, unter ihr das Lofen um die Kleider und Pilatus, der feine 
Hände wäfcht, dargefiellt  Die kleineren Nifchen diefer beiden Arme ent- 
halten fitzende Könige  die Fenfierwandungen im Wefiarme vier Krieger, 
I) G. Heider, miltelalterl. Kunfldenkmale in Salzburg Jahrbuch der k. k. Centralcommiffion II, 
S. 18 ff, Tal". I u. 2 (farbig). 
2) 'l'reffliche Publicationeim bei E. aus'm Vlüertlz, Wandmalereien des Mittelalters in den Rhein- 
landcn. Hiernach unfere Abbildungen aus Schwarzrheinclorf und Brauwciler, die durch Zuvorkommen- 
heit des Herausgebers dem Werke vor feinem Erfcheinen entnommen werden konnten. 
3) Abbildung bei Schnzmfe V. S. 503 (2. Aufl.).
        

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