Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Malerei des Alterthums
Person:
Woermann, Karl Woltmann, Alfred
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1229470
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1232082
202 
Zweites Buch. 
Periode. 
Zweiter 
Abfchnitt. 
in den karolinifchen Büchern über die hergebrachten Perfonificationen von 
Sonne, Mond, Erde, Abgrund, Flüffen, fowie über die aus Thier- und Menfchen- 
bildungen zufammengefetzten Fabelwefen ausgefprochen wird. Aber die rea- 
liftifche Auffafiung, welche dergleichen als heidnifchen Mifsbrauch verwarf, eilte 
der Zeit zu fehr voran und drang nicht durch. Solche Perfoniiicationen und 
Phantafiefpiele fetzten {ich vielmehr durch das ganze Mittelalter fort. 
Miniaturmalerei. 
äi,ge_?hand_ ä 5 Die] erhialtenelrä Dmiklma- 
fmrßnlTg,  g äää. 1er der caro ingi c en a erei 
O tk  befchränken {ich auf Miniatu- 
äxeä  2:3 w;     
ä    ren, über EÄIChCYeFLJÄICQYUXZSEIg 
E?  q-ßa". ä äi "-5 Cm  
 A-ää iiiäää  äahnA änhairvsun und läfst zu- 
 a-" i;   e" u c g 
'24  x  gleich mehr als andere das 
  Nachieben der eigenthümlich 
1.7 S: germanifchen Kunftrichhtung 
 erkennen 1). In den Initialen 
f?! und Randverzierungen der 
ä   Codices bleiben die älteren 
5  545g: "ääägiää 2x f  k'f h Elemente ver- 
E  E? E2?" "E : 2 ran 1c en ' 
ä     bunden mit irifchen Anklän- 
a  i? X ääijg- gen Geriemfel, geometrifchcs 
ä     Ornhment, Blattwerk und 
ä S  i?  phantaftifche Thierrnotive, er- 
  halten, aber der Eindruck 
   Weicht von der irifchen Be- 
 i? Ä    handlung erheblich ab, na- 
  ä: mentlich in der Farbe, durch 
   die Anwendung vonnGold und 
  Silber, die {ich hauifig von 
  u  Purpur abheben (Fig. 56). 
Figlgirliche    Dazu kommen, fiatt der pri- 
nenuiizen. ? mitiv rohen oder in Schnör- 
Fig. 56. Initiale aus der Bibel Karls des Kahlen, Paris. kel aufgelönign Menfcilevge- 
Pcalten, felbftandige figurliche 
Daritellungen, denen altchrifiliche Vorbilder zugrundeliegen, aber nur in den 
Hauptzügen, nicht im Stil der Zeichnung, denn dafür reichte das Verftand- 
nifs der Franken nicht aus. Die Proportionen {ind unficher, die Hände grofs 
mit auswärtsgebogenen Fingerfpitzen, die Füfse plump; der Typus der Köpfe 
ifi länglich-oval mit fehr hoch gefchwungenen Brauen, grofsen runden Augen, 
langer, an der Spitze breiter Nafe und vollen, wenn auch etwas roh gezeich- 
neten Lippen. Reiche Architekturformen mit farbigen Säulen korinthifchen, 
I) Das unvoliendete Prachtwerk des Grafen Bastard, peintures et ornements des manuscrilnts, ent- 
hält vorzügliche farbige Reproductioneil der meißen im Texte berückflchtigten Handfchriften. Einiges 
bei Louandre, les arts somptuaires. 
        

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