Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Malerei des Alterthums
Person:
Woermann, Karl Woltmann, Alfred
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1229470
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1231600
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Buch. 
Erfics 
Erfter 
Abfchnitt. 
entfprechende Tauben bilden einen Kreis um das Mittelflück. Der Vorraum 
der zweiten Katakombe zu Neapel zeigt in der Mitte ein Octogon mit einer 
fchwebenden Victoria, die einen Palmzweig hält. Die kunftvoll abgetheiltcn 
Nebenfelder enthalten Flügelknaben mit Gewinden, fchwebende geflügelte 
Frauengeflalten, Masken, Blurnenfchalen, Trauben, Greife, Löwen, Gazellen, 
Seepferde und drei gröfsere Bilder: den Sündenfall, dann wahrfcheinlich den 
Säemann aus dem Gleichniffe Chrifti und endlich eine noch nicht in ihrer Be- 
deutung erkannte Darftellung, drei thurmbauende Jungfrauen. 
Das von de Rossi 1) abgebildete Deckenbild aus S, Lucina, noch aus dem 
Fig- 43. 
Deckenmalerei 
dem 
der Domitilla. 
Coelneterium 
Nach 
Aringhi 
zjahrhunclert (Fig. 44), enthielt in der Mitte ein jetzt faft zerftörtes Bild, wahr- 
fcheinlich den guten Hirten, ringsum, alternirend, je zwei Bilder des guten 
Hirten und der betenden Matrone, fonft aber, innerhalb reizender Felderthei- 
lung, Zweige mit Blättern und Blumen, Vögel, Masken und fchwebende Genien, 
wie He an den Wänden von Pompeji vorkommen. Ganz discrct, für Unein- 
geweihte überhaupt nicht merklich, kündet hier die chriltliche Gelinnung (ich an. 
Man ift bisher meift der Anficht gewefen, dafs bei der Auswahl und Zu- 
fammenltellung der einzelnen Scenen immer die fymbolifche Ablicht gewaltet, 
und dal's jeder Bildcrcyklus einen religiöfen Rebus, eine kunüvoll gegliederte 
Taf. 
Ga rucci II,
        

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