Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Malerei des Alterthums
Person:
Woermann, Karl Woltmann, Alfred
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1229470
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1231355
Werke 
nifche 
Malerei 
129 
Der Cultus der ägyptifchen Göttin Ifis, welche damals in Pompeji ihren eigenen 
Tempel befafs, hatte die Phantafie jener Zeit mächtig gefeffelt. 
Diefelben Rückfichten, welche für die Wahl der Göttermythen mafsgebend He 
gewefen, haben auch die Auswahl der Heldenfagen beeinf-lufst. Aus dem "u" 
epifchen Cyklus finden üch kaum Darflellungen der blutigen Kämpfe vor 
Troja. Dagegen gehört das Urtheil des Paris (Fig. 36) in mannichfaltigen 
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Variationen zu den bevorzugten Stoffen. Achilleus iPr hauptfächlich in feinen 
Jugendjahren dargeitellt; {eine Erziehung durch den Kentatlren Cheiron, wahr- 
fcheinlich einer Marmorgruppe nachgebildet, ift in verfchiedenen Exemplaren 
erhalten, noch öfter feine Entdeckung auf der Infel Skyros unter den Töchtern 
des Lykomedes. Die Entlaffung der Chryfeis, die Entführung der Brifeis und 
das Opfer der lphigeneia aber haben {ich mit jener Hochzeit des Zeus in einem 
und demfelben IJIaufe gefunden, welches man des auffallenden Ernftes und 
der Schönheit diefer grofsen Compofitionexi wegen das Haus des Dichters 
Uefehichtc (I. Iilalerei. 9
        

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