Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Malerei des Alterthums
Person:
Woermann, Karl Woltmann, Alfred
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1229470
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1230863
Zweites 
Zwei-t_er 
Abfchnitt 
Bunte Dar 
(tellungen 
auf weifsem 
Grunde. 
fchönen Vafe ftrengen Stiles abgebildet iPc, wurden dargeüellt, und das tägliche 
Leben bot nach wie vor einen unendlichen Reichthum an Motiven. Auch das 
obfcöne Element fehlt nicht. Die fchöniien Vafen fuchen aber, wie gefagt, 
gerade einen Reiz durch grofse Einfachheit zu erzielen. Oft ifi nur eine oder 
f1nd nur zwei Figuren dargeftellt, und auch der ornamentale Theil des Vafen- 
fchmuckes ift gegen früher fehr vereinfachty? 
Eine eigene Klaffe attifcher Vafen diefer Zeit bilden die auf weifsem Grunde 
mit bunten Darflellungen bemalten. Die meiften von ihnen, in Gefialt von 
Lekythen, fchlanken Oelgefäfsen von fehr verfchiedener Gröfse, lind in Gräbern 
Athens gefunden, und diefe weifsen attifchen Lekythen fcheinen eigens für 
(öfvßaqrov), 
Vafe 
igurige 
den Todtencultus fabricirt worden zu fein; denn die Gegenftände, die auf 
ihnen dargeflellt lind, beziehen {ich ausfchliefslich auf den Tod. Am häufigiten 
lind Grabftelen neben einem oft mit Gebüfch bewachfenen Erdhügel darge- 
Pcellt, und die Angehörigen des Veritorbenen fchmücken die Stele von beiden 
Seiten mit Binden. Oft aber iPc auch Charon, der Unterweltsfährmann, mit 
feinem Nachen abgebildet, und dann find auch das Waffer und das Schilf mit 
gemalt. Ueberhaupt geftaltet der Stil {ich hier malerifcher, ift "hier ein gröfserer 
EinHufs der gleichzeitigen Kunitmalerei wahrzunehmen, wie das dem weifsen 
Grunde homogener war, als dem fchwarzen. Doch werden auch hier die Con- 
turen mit der Feder vorgezeichnet, ehe iie farbig ausgefüllt werden. Aber 
die Farben {ind mannichfaltig. Wenn behauptet worden, Blau z. B. finde {ich 
feltener als Roth, fo liegt das nur daran, dafs die rothe Farbe eine {eitere
        

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