Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Einführung in die antike Kunst
Person:
Menge, Rudolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1225504
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1226598
KRP" 
Bis zur 
Besiegulag der Perser. 
kennen, um wieviel jedesmal der letzte Säulenzwischenraum 
geringer ist als die übrigen, vgl. S. 54.) Diese Felder selbst 
waren wieder eingeteilt, wie uns das Taf. lt), Fig. 2 und  
Zeigen, und die einzelnen Vierecke waren nach oben hin in 
Absätzen vertieft, so dafs sogenannte Kassetten oder Kalym- 
lnatia entstanden, welche teils mehr, teils minder verziert 
waren (Taf. 10, Fig. 4). 
Der Fufsboden des Tempels bestand entweder aus ein- 
fachen Stein- oder Marniorplatten, oder er war, zumal später, wie 
der in der Vorhalle des Zeustempels zu Olympia (Taf- 10, Fig- 5), 
mit Bildern bedeckt, die durch verschiedenfarbige Steinstifte 
hergestellt wurden (Mosaik). Die umschliefsenden Wände be- 
standen aus Steinblöcken, deren Fugen nicht betont waren; 
oben an der Wand lief eine Verzierung hin, die dem Anten- 
kapitell ähnlich war.  
Das Dach endlich ist über ein Holzgerüst mit Marmor- 
oder Thonziegeln eingedeckt, wie das Tlaf- 9538- _17 und 
Täf- 10, Fig. (i zeigen; über der Fuge zwischen Je ZWEI FiaCh- 
ziegeln liegt eine dachförmige Deckziegel. Auf dem F1rst_und 
oft auch unten an den Längsseiten waren besonders verzierte 
Ziegeln (Taf. 10, Fig. 6), Akroterien und Stirnziegeln, die In 
gröfserem Mafsstabe auf Taf. 10, Fig. 7 und 8 ersChelnell- 
Die Ecken sowie die Spitzen der Giebel wurden wohl auch 
mit frgürlichem SchmuckQO) versehen, zu welchem Zweck an 
den betreffenden Stellen (vgl. Taf. 10, Fig- w) hormon- 
tale Unterlagen oder Sockel angebracht waren; doch begnügte 
man sich auch mit Akroterien, die dann natürlich für die 
Ecke eine etwas veränderte Gestalt erhielten (Taf- 19, Fig- 9)- 
Bemalung. Um sich den Eindruck zu vervollständigen, 
den ein griechischer Tempel gewährte, darf man nicht un- 
beachtet lassen, dafs die Farbe keine geringe Rolle spielte. 
Und nicht nur die aus minder edlem Material gebauten Tem- 
pel wurden, wie beim Poseidontempel erwähnt, mit farbigem 
Stuck verkleidetm), sondern selbst den Marmorbauten liefs man 
fast nie ihr ursprüngliches Weifs, weil dieses zu grell gewirkt 
haben würde. Doch wurden lebhaftere und deckende Farben 
Wohl nur an untergeordneten Teilen verwandt, die gröfseren 
Flächen wurden mit einem zarteren, das Material durchschei- 
nen lassenden (transparenten) Ton, wahrscheinlich gelblich, 
gefärbt. Alle Bauglieder von geschwungenem Profil waren  
mit rundlichen oder lanzettförmigen Blättern bemalt, die Saulen-  
ka-Pitelle (vgl. Taf. 9, Fig. 7) trugen einen doppelten Blätter- Q1"  
kränl. Eckige Flächen erhielten als Schmuck meist ein Band-   
ornament, wie der Plinthos (Abacus) auf Taf. 9, Fig. 7 und 9, z;  
das man wegen seiner verschlungenen Linien nach dem viel- 90!  
lügt:
        

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