Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Einführung in die antike Kunst
Person:
Menge, Rudolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1225504
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1226374
ALLAIIBLI 
 uauulab 
ten kennen (Paf. 1, Fig. 4). Über die Säulen hin läuft ein 
dreifach geteilter Balken (Architrav), dann kommt ein soge- 
nannter Zahnschnittfries, Teile, die uns in Griechenland wieder 
begegnen werden, dann ein abschließender Steinrahmen. Über 
diesem erhebt sich in zwei Stockwerken ein thronartiger Bau. 
An den beiden Enden erblicken wir merkwürdig zusammen- 
gesetzte Stützen Erst ein kapitellartiger Untersatz, dann 
mächtige Tierklauen, hierauf ein Stück runde Säule mit Wul- 
sten und als Abschlufs der Vorderleib eines phantastischen 
Tieres mit schuppigem Hals und einem Horn vorn auf der 
Stirn. Die Mitte und die oberen Enden dieser Eckpfeiler sind 
durch schön gearbeitete Querbalken verbunden, welche von 
je einer Reihe verschieden gekleideter Menschen mit aufge- 
hobenen Armen scheinbar getragen werden. Oben erblicken 
wir rechts einen Altar mit brennendem Feuer, vor dem der 
links auf Stufen stehende König wahrscheinlich ein Gebet 
spricht; zwischen beiden schwebt Oben Ahuramazda (Ormuzd) 
und rechts wohl die Sonne. Die äufsere Umrahmung dieses 
Feldes ist ebenfalls teilweise mit aufgemcifselten Figuren be- 
deckt. Das Innere des Grabes besteht, wie C161" Grllndrfis 
des Gebäudes zeigt, aus einem langen, nach den Enden zu 
schmaler werdenden Gange, an den sich drei Kammern 
schliefsen. Hier befanden sich die mit Steindeckeln ver- 
schlossenen Gräber. 
Grofsartiger sind die Ruinen der Königslßaläske Zu Per- 
sepolis, von denen uns Taf. 6, Fig. 2 den Grundrrfs, Flg- 1 
die Ansicht bietet. Stattliche Trümmer geben uns Kunde von 
den riesigen Bauten, die einst Darius 1. hier aufgeführt und 
dann Xerxes erweitert hatte. Eine grofse Plattform, auf der 
sich wiederum mehrere Terrassen erhoben, ist durCh AllSfüllen 
und Glätten dem bergigen Grunde abgewonnen und rings durch 
mächtige, bis I 5 m lange, senkrecht aufeinander geschichtete 
Marmorquadern abgegrenzt. Zu dieser Plattform führt bei A 
eine stattliche Doppeltreppe in zwei Absätzen empor, deren 
Stufen so breit und so niedrig sind, dßiS man bequem hinauf 
reiten kann. Die weifsen Marmorblöcke, aus denen die Treppe 
gebaut ist, sind so riesig, dafs manchmal vier bis sechs Stufen 
aus einem Stück gehauen sind; die kleinsten sind über 2 m 
hoch; der Mündung der Treppe gegenüber erhebt sich auf 
der Plattform die Eingangshalle B. Wir sehen auf Figur 4 
aus den vorderen Pfeilern derselben zwei kolossale, fast 6 m 
hohe Stiere uns entgegen ragen, die an der Innenwand in 
Relief fortgesetzt sind; ähnliche Pfeiler stehen am entgegen- 
geäöfzten Ende; die nach Süden zu sind bis auf die Funda- 
mente verschwunden. Zwischen diesem Portalen standen unter 
3x
        

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