Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Einführung in die antike Kunst
Person:
Menge, Rudolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1225504
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1228111
KaP' 
römischen Kaisern. 
unter den übrigen 
Die Kunst 
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Längendurchschnittl auf I6  korinthischen Säulen min; 
Die unbedeckte Mitte des Raumes ist von einem II x 6,50 m 
grofsen WasserbaSSin, Piscina, eingenommen, das an den Ein- 
fassungsmauern mit Wasserpflanzen und Fischen bemalt ge- 
wesen ist. Auch rings um das Peristylium liegen eine Anzahl 
Zimmer verschiedener Gröfse, über deren Benutzung wir nichts 
Bestimmtes feststellen können, doch war wohl [U der Speise- 
saal, Triclinium, und H der sogenannte Oecus, das Gesell- 
schaftszimmer. Andere Zimmer a liegen auch hier nach der 
Strafse zu und bilden eine abgetrennte Wohnung. Hinter 
diesem Gebäude war ein Garten y angelegt, auf den man durch 
die halboffenen Wände des Raumes H einen Ausblick hatte. 
f bildete den Zugang zu demselben. 
Ein zweites Stockwerk trugen nur die Teile nach der 
Strafse zu und der Mittelbau des Tablinum, während in Rom 
allerdings die Häuser oft drei und noch mehr Stockwerke hatten. 
In Pompeji war das zweite Geschofs niedrig und diente wohl 
meist den Sklaven zur Wohnung (Ergastula). Beleuchtung em- 
pfing es durch kleine Fenster, die wohl zum Teil auch nach der 
Strafse zu gingen, während alle eigentlichen Wohnräume des 
unteren Stocks durchaus blofs aus den von oben erleuchteten 
beiden Mittelräumen ihr Licht empfingen. Das antike Wohn- 
haus ist eben seinem Charakter nach von der Aufsenwelt ab- 
geschlossen. Für diese Abgeschlossenheit entschädigte es nicht 
durch Gröfse der inneren Räume; denn auf dem Grundstück 
des Pansa, das 31 m in der Front und etwa 62 m in der 
Tiefe mifst, befinden sich im Erdgeschofs nicht weniger als 
60 Räumlichkeiten; wohl aber ist es wohnlich und behaglich 
durch die innere Ausstattung. Fast alle Wände des Hauses 
nämlich waren mit Stuck überzogen und reich bemalt, zu- 
weilen auch mit edlerem Material verkleidet oder verziert, die 
einzelnen Räume durch aufgehängte, bunte Teppiche geschie- 
den, der Fufsboden oft mit Mosaik (vgl. Taf. 10, Fig. 5) aus- 
gelegt. Eine Anschauung, wie das Innere des Hauses ausge- 
sehen haben mag, giebt Taf. 29, Fig. 3. _Die Stellung des 
Betrachters ist hier in der vorderen Hälfte des Atriums ge- 
dacht, unmittelbar vor dem Impluvium, von dem man noch 
die Hälfte unten erblickt. In der Nahe desselben steht links 
eine Basis mit einer weiblichen Gewandstatue. Dahinter sperrt 
links ein Vorhang den Raum D ab, während man nach E hin- 
einblickt. Das rechts und links von Anten umrahmte Tabli- 
num C ist nur durch Schwellen von den andern Räumen 
geschieden. Durch dasselbe hindurch sieht man nach dem 
Peristylium G und über dasselbe hinaus in einen Garten. Rechts 
von dem Tablinum sind die schmalen Faueeg, an der rechten 
Menge, Antike Kunst. 2- A113- 14
        

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