Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Einführung in die antike Kunst
Person:
Menge, Rudolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1225504
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1228092
Kap- 
römischen Kaisern. 
üb ri gen 
Die Kunst unter den 
20T 
noch zwei grofse Reliefbilder erhalten, deren eines Taf. 28, 
Fig. 6 verführt. Es stellt uns, ähnlich wie der Oben erwähnte 
Fries, ein Stück des Triumphzuges des fürstlichen Feldherrn 
dar. Rechts ist ein schiefgestelltes Triumphthor, in welches 
eben ein Teil des Zuges eintritt. Wir erblicken viele lor- 
beerbekränzte, kurzgekleidete Leute. Es sind Soldaten in 
friedlicher Tracht. Die erste Gruppe derselben trägt auf einer 
Bahre den Schaubrottisch, an dem zwei Trompeten befestigt 
sind, eine zweite den siebenarmigen Leuchter aus dem Tempel 
von Jerusalem. Zwischen und hinter ihnen sind andere, die 
Inschrifttafeln halten, auf denen die Bezeichnung des folgen- 
den Beutestücks zu lesen ist. 
Kapitell am Titusbogen. Taf. 28, Fig. 7 zeigt in 
gröfserem Mafsstabe das Kapitell der Säule, welche am Titus- 
bogen verwandt ist. Uber zwei Reihen prächtiger Akanthos- 
blätter, aus denen sich noch einige Ranken emporschlangeln, 
folgt Perlenschnur und Echinos, wie beim ionischen Kapitell. 
Statt der leichteren Stengel aber, welche sonst_die Ecken des 
ausgeschweiften Plinthos am korinthischen Kapitell zu tragen 
pflegen, ünden sich breite Voluten, ähnlich den ionischen, nur 
dafs sie in diagonaler Richtung laufen. Wir sehen also ein 
Kompositakapetell vor uns (vergl. Taf. 26, Fig. 10). 
Privathaus. Taf. 29, Fig. 1 und 2 führen uns in das 
römische Privathaus, wie es im Anfang der Kaiserzeit beschaffen 
gewesen sein mag, wenn wir, wie es scheint, berechtigt sind von 
Häusern, wie sie sich in dem 79 n. Chr. verschütteten Pom- 
peji linden, auf die allgemein herrschende Bauweise zu schlie- 
fsen. Natürlich waren die Häuser je nach dem vorhandenen 
Raum, nach den Bedürfnissen und dem Vermögen des Besitzers _ 
im einzelnen verschieden angelegt; aber sie haben im ganzen 
doch eine gleichartige Einteilung und Einrichtung, die wir an 
einem der grüfsten und regelmäfsigsten, dem sogenannten  
Haus des Pansa in Pompeji, kennen lernen wollen. Fast  
sämtliche Teile des Hauses gruppieren sich, wie der Grundrifs  
zeigt, um zwei Mittelräume B und G, deren ersterer, nach y 
der Hauptstrafse x zu gelegen, dem Verkehr mit der Aufsen- 
welt, deren hinterer ganz allein dem häuslichen Leben gewid-  
met ist. Die Hausthür (Janua), welche von der Strafse in das  
Haus führt, befindet sich oft nicht in gleicher Flucht mit der l 
Aufsenwand, sondern etwas rückwärts, und läfst Raum für i 
das einige Stufen über der Strafse liegende Vestibulum. I1 
Freilich wird dieser Name auch öfter für den Raum hinte Q5; G199  
der Thür (A) gebraucht, der sonst Ostium heifst. Von h' V "siübf 
aus betritt man das zuweilenhnur durch einen aufgehän ä  1.;
        

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