Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Einführung in die antike Kunst
Person:
Menge, Rudolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1225504
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1228042
als infolge der Freude an hochgeschätztein Besitz, eine förm- 
liche Samnielwut in Rom ausgebrochen  Da nun nicht jeder- 
mann Originale aus allen Zeiten besitzen konnte, so liefs man 
sich von den technisch außerordentlich gewandten griechischen 
Künstlern in Rom Nachahmungen schaffen, die freilich nicht 
selten mit dem NaIälEl] eines alten Meisters prangten. Oft 
genug mag man wi er seinen Willen eine Ko ie statt eines 
Originales erworben haben; selten bezeichnetenp sich die Ko- 
pisten als solche. Eigentliche Kopisten im gewöhnlichen 
Sinne des Wortes waren sie ja oft auch nicht. Durch Um- 
bilden überkommener Motive, durch Zusätze, Weglassungen, 
Verschmelzungen wufsten sie etwas in Einzelheiten Neues zu 
schaffen, wie es auf dem Gebieteder Kleinkunst der bespro- 
chene Harnisch des Augustus zeigt. Es wurde von diesen 
Leuten je nach der Richtung der Mode in allen Stil attun en 
gearbeitet, und es entstanden so die zahllosen Wärke, älie 
unsere Museen füllen, deren Entstehungszeit man eben so 
wenig kennt, wie ihre Verfertiger. Das Hervorragendste, was 
jene Zeit geschaffen hat, haben wir fast vollständig vorgeführt. 
Da man beiden meisten der damals entstandenen Werke mit 
ziemlicher Sicherheit herausgefunden hat, wo ihr Original zu 
suchen sei, so ist man in der Beurteilung derer vorsichtig, 
für die sich ein Original, vielleicht nur zufällig, noch nicht 
gefunden hat, wie bei der schönen Gruppe des Menelaos. 
Nur vom borghesischen Fechter nimmt man mit Bestimmtheit 
an, dafs er ein Originalwerk dieser Zeit sei. Er ist eine 
Weiterbildung der Richtung, die in der letzten Periode der 
griechischen Kunst in Kleinasien herrschte, nur dafs dem 
Werke kein grofser Gedanke zu Grunde liegt"). 
Dafs auf dein Gebiete derArchitektur das ZeitalterNeues 
schuf, haben wir besonders am Pantheon gesehen. Bis zur 
Kaiserzeit hatte man den Gewölbebau nur für Nutzbauten ver- 
wandt, als Gefängnisse, Bruiinenstuben, Wasserleitungen, wäh- 
rend die Tempel als Säulenbauten in einem gemischten, etrus- 
kisch-griechisclien Stil aufgeführt wurden. Die augusteische 
Zeit hat das Verdienst, nicht nur den Gewölbebau in gröfserer 
Ausdehnung und in gröfserer Mannigfaltigkeit der Gestaltung 
genutzt, sondern auch. eine Vereinigung desselben mit dem 
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kreuzende Gange zu bauen, das Kreuzgewölbe, dessen Stützen 
1116m mßllr ganze Wände, sondern einzelne Pfeiler sind; man 
erfand dle Kuppel, welche beliebig grofse kreisrunde Räume 
DCÖCCkÄ, und die Halbkuppel, welche es ermöglicht, durch 
halbkreisförmige Nischen geradlinige Räume auf den Sghnqal-
        

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