Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Einführung in die antike Kunst
Person:
Menge, Rudolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1225504
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1226034
ERSTER 
ABSCHNITT. 
Die 
Kunst 
des 
Orients. 
ERSTES KAPITEL. 
Die 
ägyptische 
Kunst. 
-_ie ältesten uns näher bekannten Kunstdenkmäler sind 
[ Ä; ägyptischen Ursprunges. Seit mehr als 3000 Jahren 
r- , vor Christi Geburt bestand an den Ufern ne; Niles ein 
 von der Welt sich abschließendes Reich mlt eigenartiger 
Gesittung, ein wohlgeordneter Staat, der sich flufsaufwärts mehr 
und mehr ausbreitete und uns unvergängliche Spuren der ver- 
schiedenen Abschnitte seiner Entwicklung in ehrwürdigen Ueber- 
testen hinterlassen hat. Der geheimnisvolle Zauber, der über 
diesem Lande schon von jeher lag, hat auch in den jüngsten 
Zeiten zahlreiche und gründliche Erforschungen desselben ver- 
anlafst, und so liegt ausreichender Stoff vor, dafs man sich 
eine Vorstellung von ägyptischer Kunst zu bilden vermag. 
Pyramide. Taf. 1, Fig. 1 zeigt uns die Ansicht der 
Pyramide, welche nach König Cheops benannt 1st. Auf einer 
quadratischen, mit Kalksteinplatten getäfeltell Fläche erhebt 
sich ein kolossaler Steinbau; die vier Seiten steigen in einer 
Neigung, die fast einem halben rechten Winkel gleichkommt, 
zu einer Spitze oder einer kleinen vierseitigen Fläche empor. 
Die Aufsenwande bestanden aus glatt poliertem Gestein, das 
nirgends eine Gliederung, nirgends eine Offnung aufwies. Im 
Laufe der Jahrtausende ist soviel herausgerissen und abge- 
bröckelt, dafs die Oberiläche ihr glattes Aussehen verloren hat. 
Solcher Pyramiden giebt es in Unterägypten in der Gegend 
von Memphis, welches der älteste Sitz der Pharaonen war, gegen 
vierzig, weit mehr aber südlich von dem eigentlichen Ägypten 
bei Nuri und Meroe, wo man auf drei bei einander liegenden 
Menge, Antike Kunst. 2. Aufl. 1
        

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